Abzocke Partnersuche im Internet?
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Das grosse Geld lockt
Partnerbörsen sind der Renner im Internet. Da es anscheinend immer weniger Möglichkeiten gibt einen geeigneten Partner in freier Wildbahn zu finden, wird die Suche im Internet über Partner-Portale, Datingsites oder Freundschaftsvermittlungen immer häufiger aufgerufen und genutzt. Dabei werden alte Regeln und Methoden verwendet die Leute zur Kasse zu bitten. Nur um einmal die Dimensionen aufzuzeigen, eine namhafte Partnervermittlung wirbt damit, dass sie bereits 3 Millionen Mitglieder hat und jeden Tag ca. 5.000 neue Mitglieder hinzu gewinnt. Bezahlen nur 10 % von diesen Mitgliedern einen Beitrag von 50 Euro/Monat, sind das im Monat ca. 15 Millionen Euro Umsatz und einem Zuwachs von 25.000 Euro pro Monat. Zum Betrieb eines solchen Unternehmens werden aber nur ein paar Mitarbeiter benötigt und eine entsprechende Weblösung. Beides kostet auf jeden Fall nur einen Bruchteil des Umsatzes, so das man von einem enormen Gewinn ausgehen kann.
Schieflage von Angebot und Nachfrage
In den meisten Partnerbörsen ist das Verhältnis von Männern zu Frauen ca. 2/3 zu 1/3. Also viele Männer bewerben sich um wenige Frauen. Ganz einfache Versuche belegen das. Suchen sie einfach in verschiedenen Gebieten Männer und Frauen getrennt. Bedenken Sie dabei, dass meist Profile von Frauen “gefaked” also “erfunden” werden. Vermutungen sind, dass der Betreiber selber Profile von Frauen mit Bildern aus Illustrierten anlegt und sich die Daten aus den Fingern saugt. Mitarbeiter beantworten dann allfällige Anfragen, flirten schon mal im Chat und tun dann so als ob sie einen anderen Partner gefunden haben. Manchmal werden auch externe Freiberufler beauftragt mehrere Profile zu betreiben, um die lieben Männer in die Falle zu locken. Man kann oft solche Profile an ganz einfachen “Fehlern” erkennen. Zum Beispiel wird auf dem Bild eine wunderschöne Frau, wahrscheinlich ein Model, mit braunen Augen abgebildet und im Profil steht “ich habe blaue Augen”. Schätzungen geben an, dass ca. ein weiteres Drittel der weiblichen Profile so “gefakte” sind. Übrig bleiben also nur ca. 20 % der weiblichen Mitglieder die wirklich einen Partner suchen.
Der Mann zahlt kräftig
Die meisten Portale haben einen kostenlosen Zugang bei dem man nur mit anderen kommunizieren kann, wenn man angeschrieben wird. Jemanden anschreiben kann man nur wenn man einen Profi-Account hat, oder wie immer diese genannt werden (Premium-Mitglied, Plus-Mitglied..etc.). Diese kosten aber ab ca. 20 Euro aufwärts bis zu 100 Euro im Monat und müssen oft für mehrere Monate ab 3 Monate im voraus bezahlt werden. Je mehr Monate man abschliesst, desto billiger wird der Monat, aber die Gesamtsumme steigt natürlich. Da gibt schon mal ein “suchwütiger” Mann 500 bis 800 Euro aus um eine Partnerin zu finden, wenn er denn bei mehreren Partner-Börsen online geht. Die meisten Frauen benutzen nur den kostenlosen Basis-Eintrag. Oft schreiben sie es sogar in ihr Profil - “bin kein Premium - Mitglied, also bitte schreib mich an”. Resultat ist, die Männer zahlen in der Hoffnung die Eine zu finden. Das alles in Zeiten der Gleichberechtigung.
Kritischer Journalismus nicht gewünscht
Wer sollte kritisch über diese Umstände und Hintergründe berichten? Alle Fernsehsender oder Zeitungen betreiben entweder selber “Partnerbörsen” im Internet oder sie verdienen auf Ihren Webseiten gutes Geld durch Affiliate-Programme mit solchen Systemen. Warum sollten sie also kritisch über sie berichten? Männer die eine Frau suchen haben auch keine Lobby, die ein Interesse hätte für diese aufzustehen und sich in der Öffentlichkeit zu streiten. Auch das Dogma, ein Mann der eine Frau über das Internet sucht - ja was ist das für ein Mann - führt dazu das die Männer lieber den Mund halten. Wer outet sich den gerne im Freundeskreis, das er eine Frau im Internet sucht. Obwohl Millionen online sind. Kritische Berichte gibt es deshalb kaum.
Von seriöser Partnervermittlung bis Sexspiele und Geldabzockern
In der Welt der Partnerbörsen im Internet oder wie auch immer sie genannt werden, gibt es alles was der Mensch sich denken kann. Von der seriösen Vermittlung mit “geprüftem” psychologischem Profilvergleich und “Geld zurück Garantie” für viel Geld bis hin zur Vermittlung von niedrigsten Sexspielen zu zweit oder mit mehreren, bei denen oft “Professionelle” mitspielen. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Da schlägt einem die ganze Vielfalt der menschlichen Abgründe entgegen. Oft ist es nicht einfach die Spreu vom Weizen zu trennen. Immer wieder sieht man auch, das Profile vom Betreiber gelöscht werden, weil sie wohl als “Profi” ertappt werden. Besonders häufig sind, in einigen Börsen, Profile von Frauen aus Afrika vorhanden. Denen geht es nur darum an geeignete Daten von Kandidaten zu kommen, die dann auf andere Art von ihrem Geld erleichtert werden können.
Erfahrungen die Positives schaffen
Ich selber habe mehrere Versuche unternommen und eine ganz besondere Erfahrung gesammelt. Einen wirklichen Partner kann man sowieso nur im richtigen Leben kennen lernen. Es mag ein oder zwei Prozent Partner-Börsen-Mitglieder geben die Ihr Glück gefunden haben, alle anderen werden nur vom wahren Leben abgehalten und bezahlen dafür auch noch einen Haufen Geld.
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