Die Politik der Medien

Heute, beim durchsehen der Nachrichten, fand ich wieder einmal ein gutes Beispiel für die “Politik der Medien”.

Die ARD berichtet auf Ihrer Webseite 29.09.2007 mit dem Titel “Schwerer Anschlag auf Armeebus in Kabul - Selbstmordattentäter reißt Dutzende Menschen in den Tod” über einen Selbstmordanschlag in Kabul. Mit keinem Wort wird aber der Angriff 26.09.2007 der Amerikanischen Truppen im Süden von Afghanistan erwähnt, bei dem angeblich hundertzwanzig bis hundertfünfzig Taliban-Kämpfer getötet wurden. Vermutlich war der Anschlag des Selbstmordattentäter die Reaktion auf diesen Angriff. Da der aber nicht erwähnt wird, entsteht bei den Lesern der Eindruck, der Attentäter hätte sich einfach so geopfert.

Mit keinem Wort wird die Vergiftung 29.09.2007 des ehemaligen Arafat - Beraters in der ARD - Webseite erwähnt. Geschweigeden über die mögliche Vergiftung von Araft selbst, der durch eine ähnliche Vergiftung umkam. Arafats ehemaliger Leibarzt berichtet, in dem Zusammenhang davon, das Arafat nach seinem Tod HIV-Viren von einem Unbekannten injeziert bekommen hat, um die Vergiftung zu verschleiern. Kein Wort davon bei der ARD. Es liegt nahe, wer ein Interesse an dem Tod von Arafat hatte und an dem des Beraters. Über kleinste Kleinigkeiten wird sonst in der ARD berichtet, wenn aber in einem weltentscheidenden Krisengebiet ein Präsident eines der beiden verfeindeten Länder auf vermutlicherweise gewaltsame Art umkommt, dann ist das kaum eine Erwähnung wert.

Jedenfalls ergab das, bei beiden Fällen, eine jeweilige Suche auf www . tagesschau . de.

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