Wikipedia der Gott der Götter

Das was in Perry Rhodan Romanen zu spannendem Abenteuer führt, also Science Fiction, wird uns bei Wikipedia genau so trivial vorgelebt. Der allmächtige Webserver mit vielen tollen Seiten an Wissen und Information beherrscht die Weiten des Universums. Die allwissenden, kostenlos arbeitenden Redakteure (alias Administratoren) beherrschen das System und somit auch die Menschen. Information wie Greti und Pleti es mögen.
Vom Volk fürs Volk. Stalinismus und Bolschewismus war nichts dagegen. Genau so wie das parallele System DMOZ (ein Internetverzeichnis für Webseiten), das auch von freiwilligen Helfern am Leben erhalten wird, gibt einfach nur das wieder, was die gemeinschaftliche Gesinnung der selbsternannten Aufseher erlaubt. Durchschnitt für Durchschnitt. Klar ist in beiden Systemen, dass der natürliche Trieb eines jeden Menschen nach Macht, zu einer Ausübung dieser führt. Je höher die Hierarchie, desto stärker muss die Macht ausgeübt werden und sich manifestieren. Sonst wäre es ja keine richtige Macht. Und das, nur das kann der Antrieb der kostenlos und freiwilligen Helferlein sein. So wie auf der Strasse, der kleine Herr mit Hut, dem hinter ihm Fahrenden beweist, was er für eine Macht über ihn ausüben kann, in dem er mit dreißig Sachen vor ihm her schleicht. Genau so verstehen sich die Allüren der Möchtegern - Offiziere der Wikipedia. In ihrer Anonymität können sie auch getrost frech und ungehobelt sein. Es kennt sie ja keiner. Sie können beleidigen, belügen, betrügen dass die Wände wackeln. Alles hinter der verbergenden Anonymität. Dass solche Systeme automatisch zum Scheitern verurteilt sind, liegt in der Natur der Sache. Das DMOZ beachtet heute kaum noch jemand, Google ist viel wichtiger und mächtiger geworden. Selbst dem letzten Internetnutzer ist klar geworden, dass man bei DMOZ nur eine genehmigte Auswahl an Einträgen findet, die halt aus welchen Gründen auch immer, den Editoren gefallen haben. Und somit ist die Auswahl begrenzt. Das was man finden will, wird nicht gefunden. Weil es nicht drin ist.

Genau so ist und wird es bei Wikipedia sein. Literaturhinweise werden gefälscht, Weblinks werden manipuliert, Inhalte gelöscht oder geändert. Jemand der nur gelegentlich mit Wikipedia zu tun hat, hat keinerlei Chance sein Wissen dort einzutragen. Übrigens listet Google in seinen Ergebnisse die Einträge von Wikipedia immer sehr weit vorne, das bedeutet, Google vertraut den Einträgen bei Wikipedia sehr, was ich nicht nachvollziehen kann. Vielleicht steckt da auch etwas anderes dahinter.

Ein Student in den USA hat vor Kurzem eine Software entwickelt, mit der man die Änderungen im Wikipedia-System auswerten kann. Dabei wurde festgestellt, dass zum Beispiel CIA und Microsoft die Institutionen waren, die am allermeisten Änderungen vorgenommen haben. Natürlich zu Ihren Gunsten. CIA änderte da mal eben Lebensläufe von Politikern und Microsoft Kritiken an ihrer Software.

Auch hierzulande wird die Kritik immer lauter. Ein gutes Beispiel ist die Kritik an Nina Gerlach und der Manipulationen um den Begriff „Homöopathie“ (psychophysik.com und hier psychophysik.com und hier openpr.de ).

Warnen Sie also ihre Kinder und Bekannten davor, einfach alles von Wikipedia zu übernehmen.

Weitere Kritik findet man auf folgenden Seiten:

ZDF, Netzeitung, Süddeutsche Zeitung, PC-Magazin, Focus, Netzthemen, Shortnews, Christian von Kamp, Net-Tribune, Claus Wolfschlag, Heise, Infokrieg, FAZ, Heise, Golem, FTD, Wired, Telekom, und auf Englisch z.B.: Wikitruth, Wikipedia-Watch, Wikipediareview, A Criticism of the Wikipedia

All dieser Kritik kann ich mich nur anschließen. Ich habe für Kunden und auch privat wiederholt Beiträge versucht zu ändern oder Ergänzungen in Wikipedia hinzuzufügen, immer wurden die Änderungen zurückgewiesen. Die unglaublichsten Bemerkungen wurden dazu gemacht, beleidigt, diffamiert und dann ignoriert. Wenn der eine Administrator mich leid war, hat ein anderer mit neuen Gegenargumenten wieder angefangen meine Einträge oder Änderungen zu löschen. Ohne Diskussion. Und wenn ich nachfrage bekomme ich wieder eine unglaubliche Antwort.

Unter der Seite „Uwe Barschel“ wollte ich den Hinweis auf ein neu erschienenes Buch einfügen. Natürlich unter Literatur. Der Administrator löschte den Eintrag mit folgendem Hinweis:

“Es ist in keiner wissenschaftlichen Bibliothek nachgewiesen, von einem Hobbyschriftsteller verfasst und erscheint in einem nicht reputablen Verlag. Keine Chance. Stefan64 20:13, 13. Okt. 2007 (CEST)”

Der Autor des Buches, Eduard Breimann, schreibt seit vielen Jahren Bücher und publiziert sie erfolgreich. Der Verlag existiert seit 1997 und ist sich keiner Schuld bewusst, die ihm das Prädikat „nicht reputable“ einbringen soll. Auf meine Frage, wer denn entscheidet was ein „reputabler“ Verlag ist und welche wissenschaftlichen Bibliotheken gemeint seien, beendete der Editor die Diskussion. Ein anderer löschte meinen erneuten Eintrag. Daraufhin wurde meine IP-Adresse gesperrt, sodass ich keine Änderungen mehr vornehmen konnte.

Diese Geschichte ist kein Einzelfall. Bei ganz anderen Themen wurde genau so verfahren. Mich würde mal interessieren in welcher „Blacklist“ ich gelandet bin und warum solche Leute mich so behandeln. Vermutlich machen sie das einfach mit unheimlich vielen so. Deshalb kann man den Einträgen auch nicht vertrauen.

Nachtrag

Die Vorwürfe, die mir in den Diskussionsforen (siehe Anhang) bei Wikipedia gemacht werden sind hanebüchen. Unter anderem wird da einem anderen Administrator, der die Seite von Herrn Eduard Breimann (in Wikipedia) bearbeitet hat, mitgeteilt dass wegen meiner angeblichen “Vandalentätigkeit” keine Chance für eine Wiederaufnahme der bereits gelöschten Seite über Herrn Breimann besteht. Dass sie vor meinen Eintragsversuchen bereits gelöscht war, interessiert nicht.

Es wird ausserdem argumentiert, dass ich den Verlag und den Verleger des Buches von Herrn Breimann kenne. Ja und? Ich arbeite sogar für ihn. Und nun, darf man dann keine Einträge bei Wikipedia mehr machen? Das ist Willkür und schlimmer als Rassismus. Da wird über mich als “Consultant” geschrieben, der “dümmlicher Weise” eine Rezension für ein Buch das in dem genannten Verlag erscheint, bei Amazon verfasst hat. Na und, was geht die Administratoren an was ich bei Amazon mache. Glauben die, dass die Rezensionen bei anderen Büchern alle von Lesern stammen? Ich bin nur so ehrlich, dass ich meinen Namen angebe. Und natürlich habe ich das Buch gelesen - die Rezension ist tatsächlich meine Meinung und kein Marketingtrick. Das wäre ja auch etwas zu einfach. Der Ton und die Art, die Kompliziertheit des Systems und das was ich oben beschrieben habe bestätigt sich durch diese Reaktionen. Ein Administrator hat diesen Beitrag (hier) im Internet gefunden und es gleich seinen Kollegen mitgeteilt. Mal sehen was für Repressalien ich jetzt zu befürchten habe. Andere die sich trauten an Wikipedia Kritik zu üben, haben ja ihre Artikel bereits wieder gelöscht. Vermutlich auf Druck.

Systeme die mit solchen Menschen besetzt sind, können nicht funktionieren. Ich verstehe auch nicht was für eine Aggression sie antreibt.

Julia Franck hat gerade den Deutschen Buchpreis 2007 für ihren Roman Die Mittagsfrau erhalten.

Es ist Frau Franckes erstes professionelles Buch. Ob sie wohl bei Wikipedia einen Hinweis eintragen darf?

Den Beruf des Schriftstellers gibt es nicht, also kann es auch keine Hobbyschriftsteller geben. Das ist also eine Beleidigung. Man merkt schon an diesen Kleinigkeiten mit welch lebensunerfahrenen und ungebildeten Menschen man es hier zu tun hat. Und die wollen die grösste Enzyklopädie der Welt aufbauen?

Dürfen Schriftsteller die im Eigenverlag Bücher vertreiben auch keinen Hinweis auf Ihre Bücher bei Wikipedia veröffentlichen, weil sie ja keinen “reputablen” Verlag vorweisen können?

Herr Baensch, dessen Buch unter “Uwe Barschel” genannt wird, hat bis jetzt zwei Bücher heraus gegeben. Laut Adminstrator von Wikipedia zu Herrn Gross, einem anderen Administrator bei Wikipedia, der die Seite von Herrn Breimann wieder ungelöscht machen wollte, hiess es:

Sinngemäss: “Erst ab vier veröffentlichten Büchern in einem Genre wird ein Autor oder ein Buchhinweis aufgenommen” und Zitat: “Wie dem auch sei, Universal Frame ist alles mögliche (Marketing & PR, EDV & IT, Beratung), aber kein ernstzunehmender Verlag, es gibt 5 + 1 = 6 Neuerscheinungen und keine Backlist, d.h. diese 6 Bücher sind das komplette “Verlags”-Angebot. Zu der Irrelevanz der Bücher, die bei Neusser gedruckt wurden, habe ich schon der LK geschrieben.”

Mein Hinweis an Herrn Gross, sich doch mal diesen Artikel (im Internet) durchzulesen, wurde auf seiner Seite bei Wikipedia auch gelöscht.

Administratoren die sich hinter Pseudonymen verbergen (auch bei Herr Gross weiss man nicht ob es sein richtiger ist, der andere nennt sich Stefan64) und willkürlich beleidigen, entscheiden, löschen und ändern - kann man nur mit einem Begriff bezeichnen. Früher wurden Bücher verbrannt weil sie gegen die Gesinnung waren, die Administratoren von Wikipedia bezeichnet die Autoren als “Hobbyschriftsteller” und die Bücher als von einem “nicht reputablen” Verlag herausgebracht und löscht die Einträge in einer Enzyklopädie die vorgibt:

“Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten in allen Sprachen der Welt. Jeder kann mit seinem Wissen beitragen.”

Das ist definitiv nicht so.

Normalerweise müssen bei Veröffentlichungen über andere Personen, die Quellen angegeben werden und ein Redakteur, der für den Inhalt Verantwortung übernimmt. Das scheint bei Wikipedia einfach ein annonymer Administrator zu machen. Die meisten Rechtsklagen gegen Wikipedia verlaufen im Sande. Wikipedia sorgt schon vor der Verhandlung für einen Vergleich. Auf welche Weise ist nicht bekannt. Siehe Fall “Atze Schröder”.

Mich würde einmal die rechtliche Betrachtung von Wikipedia interessieren auch im Zusammenhang mit Verbreitung falscher Informationen.

Mir scheint sie verstossen auch gegen die Menschenrechte:


Artikel 1
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

Das haben die Administratoren gegenüber Herrn Breimann, Herrn Hense und dem Verlag nicht getan. Sie haben nicht mit gleichem “Recht” geurteilt (siehe Herr Baensch) und sind uns auch nicht in “Brüderlichkeit” begegnet (Beleidigungen).

Und weiter:


Artikel 19
Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Die Meinungsfreiheit ist auch eine Nennung eines Hinweises auf ein Buch mit wichtigen Inhalten. Wenn Wikipedia schreibt “Jeder kann mit seinem Wissen beitragen.” Dann muss”Jeder” auch “Jeder” sein, ansonsten würde gegenüber diesem Paragraphen der Menschenrechte verstossen.

Download: Dieses Dokument zusammen mit den Protokollen als PDF (Download).

http://wikiscanner.virgil.gr/

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5 Kommentare zu “ Wikipedia der Gott der Götter”

  1. Andy
    October 15th, 2007 13:35
    1

    Echt übel… Habe mir auch schon überlegt Artikel zu bearbeiten, aber auf Wiki-Wars zusammen mit Leuten wie sie z.B. bei Golem.de oder im Heise-Forum posten rumzustreiten habe ich wirklich keine Lust.

  2. admin
    October 15th, 2007 14:01
    2

    @ Andy
    Kann ich verstehen, ich hab auch keine Lust dazu, deshalb hab ich meinen eigenen Blog aufgemacht.

  3. Belustigt
    October 15th, 2007 14:25
    3

    Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer_Diskussion:Stefan64#Uwe_Barschel
    und
    http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer_Diskussion:Jonathan_Groß#Eduard_Breimann

  4. admin
    October 15th, 2007 15:29
    4

    @ Belustigt
    Danke für die Links. Dort kann man die Art und Weise der anonymen Administratoren bestens ablesen. Man fragt sich echt was für eine Wut diese Leute treibt?

  5. Anonymous
    October 16th, 2007 14:45
    5

    Es ist doch eh eine Sperr- und Löschwillkür bei Wikipedia. Die Admins sind abgehoben und Größenwahnsinnig geworden zum Teil. Es gibt zwar auch gute aber die sind leider in der Minderzahl.

    Wenn man bei Wikipedia Administrator wird ist man ja schließlich automatisch ein Gott und darf entscheiden was andere Leute wissen dürfen und was nicht. Die englische WP ist qualitativ wesentlich hochwertiger als die zusammengefrickelte deutsche.

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