Degeneration in Deutschland gegen Dynamik im Osten
Kurz vor den Wahlen in Russland wird über deutschsprachige Presseverteiler gegen Putin geschossen, was das Zeug hält. Was sind die Hintergründe? Erinnern wir uns. Noch vor zehn Jahren hätte niemand im Traum daran gedacht, dass Russland aus dem Sumpf, aus dem es kam, zu einer wirtschaftlichen Dynamik erblühen könnte, die es heute hat. Jelzin ist damals mit Alkohol umnebelten Gedanken an der Einführung einer Demokratie gescheitert. Demokratie, hat nicht zuletzt wegen diesem Protagonisten, seit dem einen schlechten Ruf in Russland. Die Vorbilder für Demokratie auf der Welt (z.B. USA, Deutschland, etc.) , haben sich auch in den letzten zehn Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert. In einem “Glaubenskrieg” gegen die “Achse des Bösen” verlieren sie sich in Fabelwelten. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass vernünftig denkende Menschen in Russland mit Demokratie wenig am Hut haben.
Jeder logisch denkende Mensch weiss ausserdem, dass die Entwicklung, die Russland in den letzten zehn Jahren unter Putin durchlaufen hat, nie und nimmer in einer Demokratie “nach westlichem Vorbild” funktioniert hätte. Russland wäre immer noch in einem Sumpf, der Einfluss auf die Welt gering und die internationalen Geschäfte stünden in den Sternen. Für das Wachstum von Ländern in bestimmten “Zuständen” sind “monostrukturelle” Organisationen manchmal von Vorteil. So eben auch im Russland der letzten Jahre. Der Erfolg beweist es. Das Putin auf eine weiterhin positive Entwicklung Einfluss nehmen und sie für die nächsten Jahre auf dem gleichen Gleis laufen lassen will, ist nur verständlich. Und, es spricht für ihn. Russland soll und muss sich weiter so entwickeln wie bisher. Das tut Russland gut aber auch der Welt.
Alle die jetzt aus allen Rohren gegen Putin wettern, sollten lieber vor der eigenen Haustüre kehren. In Deutschland wird bekannt, dass die Regierung für ungefähr 80 - 100 Milliarden Euro Verlust (das ist ein fünftel des Haushalts) Verantwortung trägt, die sie aus Steuergeldern in dubiosen Immobilienfonds über die Landesbanken in den USA angelegt hat. Das Ding wird von allen unter den Teppich gekehrt und wegen ein paar Millionen Steuerhinterziehung im Fernsehen nicht “thematisiert”. Vergleichen sie einmal die Dimensionen. Bei Zumwinkel und Co. geht es um vielleicht 500 Millionen Euro Mehreinnahmen, die angebliche Steuerhinterzieher, nach zahlen sollen. Wenn es denn bewiesen und verurteilt wird. Dem stehen ca. 100 Milliarden Verlust aus Spekulationen durch die Regierung gegenüber. Das ist zweihundert mal so viel. Und in den Medien wird genau mit gegenteiligem Gewicht berichtet. Wer spricht hier von Manipulation? Die Europäische Kommission hat seit 1996 drei Beihilfeverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland eingeleitet. Das letzte am 22.02.2008. Haben sie davon schon einmal in den Nachrichten gehört?
Über die angebliche Medienmanipulation in Russland wird aber Tag - täglich berichtet.
Weiterhin wird es in Deutschland seit über zwanzig Jahren nicht geschafft eine Steuerreform auf den Tisch zu legen und in die Praxis umzusetzen, deren Namen sie verdient und aus dem Land mit wirklich fleissigen Leuten wieder das macht, was es mal war. Eine Wirtschaftsnation.
Die Glaubwürdigkeit von Deutschland, von Deutschen an Deutschland, ist so weit nach unten gesunken, dass alle die etwas gelernt haben und können, aus dem Land verschwinden. Jedes Jahr verlassen ca. 100′000 gut ausgebildete Menschen das Land (Quelle: Statistisches Bundesamt). Der Zuzug besteht aus schlecht ausgebildete Menschen oder die die müssen. Die Politik hat es geschafft, dass die Reihe der Entlassungswellen bei Grossunternehmen, trotz massivem wirtschaftlichem Aufschwung, nicht abreist. Das Vertrauen in das Land ist futsch.
Auch hier können wir uns fragen, warum ist das so? Jede Hochkultur erlebt ihren Fall. Jedes System, dass es zu einem bestimmten Wohlstand schafft, erleidet irgendwann den Zusammenbruch. Man sollte ja glauben, der Mensch wäre lernfähig. Dem ist eben nicht so. Die USA haben aus Vietnam nicht gelernt und wir nicht von den Römern oder Griechen. Deutschland hat sich verzettelt und verstrickt sich in den tausenden Gesetzen die es sich selber geschaffen hat. Keiner will seinen warmen Posten mehr aufgeben, wegen einem gesunden Wettbewerb. Der aber und nur der würde das System jung und frisch halten und neue Möglichkeiten schaffen. Müssen denn erst immer ganze Generationen wegsterben bis die Einsicht kommt. Und dann mit dem Finger auf andere zeigen, ist der letzte Hohn. Russland erlebt keine Abwanderungswelle, keine Massenentlassungen, im Gegenteil die Industrie boomt und Fachkräfte werden eingestellt.
Deutschland sollte sich nicht darauf verlassen, dass die USA sie brauchen und unterstützen. Denn deren Stern erstrahlt auch nicht mehr so hell wie noch vor wenigen Jahren. Und diese Zeiten kommen nie mehr wieder zurück. Da wäre es besser sich mit dem grössten Nachbarn im Osten, der ja näher ist als die USA, besser zu stellen und ihn nicht zu verhöhnen, geschweige denn ihn vor verschlossener Türe stehen zu lassen.
