Was wir von Apple wollen !

Apple Computer IIcDer erste Mac auf dem ich gearbeitet habe, war der Apple IIc. Ich habe die ersten Briefe 1984 darauf, für meinen Vater in einer kleinen Werbeagentur, geschrieben. Für damalige Verhältnisse war das Gerät toll designed und hatte eine sensationelle Ausstattung. Ich kann mich nur noch erinnern, das darauf eine Texverarbeitung, Tabellenkalkulation und sogar einige Spiele waren. Ich meine, eines hiess “Space Invaders” und war ein kleines witziges “baller” Spiel (Liste vieler Apple II Spiele) ). Ein anderes war “Artillery” mit dem man ballistische Kurven zelebrieren konnte. Bei einem anderen kann ich mich nicht mehr an den Namen erinnern, aber es war unglaublich schnell, subjektiv bemessen. Man musste mit seinem Raumschiff über eine Landschaft fliegen und feindliche Angreifer auf dem Boden und der Luft abschiessen. Dabei konnte man die Richtung und die Höhe in der man flog verändern. Wir sassen Stunden vor dem Bildschirm, einem Philips - Fernsehmonitor, der an den Mac angeschlossen war. Ich glaube die Apple Monitore waren zu der Zeit einfach noch zu teuer.

Seit dieser Zeit haben mich die Produkte der Firma Apple nicht mehr losgelassen. Wann immer ich konnte oder das Geld hatte, habe ich mir Produkte von der Firma gekauft und benutzt. In unserer Werbeagentur hatten wir dann den nächsten Rechner, einen “Apple Macintosh IIfx”. Ich meine mich erinnern zu könne, dass er um die 12′000 DM gekostet hatte. Das war schon ein “Power Ding”. In meinem Studium kaufte ich mir, mit “Studentenrabatt”, einen “Apple Macintosh Plus”. Mit immerhin noch 2′000 DM zwar immer noch nicht billig, aber ich habe ihn auch über zehn Jahre benutzt und dann sogar noch für 500 DM verkauft. Lange Zeit fungierte er dann in einer Kneipe als “Hingucker” und zum ausdrucken von Rechnungen, sowie Online-Bestellung von frischem Bier. Geschätzte, eingesetzte Lebensdauer 15 Jahre !!

Später, mit etwas mehr Geld und sinkenden Preisen, kam erst ein Macintos LC (die Pizzaschachtel), dann ein Quadra 800 und dann ein PPC 6100 dran, der erste Power Macintosh mit einer Karte für DOS-Kompatibilität. Auf ihm konnte man, nach Neustart, auch auf DOS arbeiten. Auf dem Mac haben wir da schon mit dem “Finder” einer grafischen Benutzeroberfläche und Maus gearbeitet. Auf “Intel” - Rechnern gab es nur DOS mit c:\\… und Eingabetaste.

Apple Quadra 900In der Firma arbeitete ich auf allen möglichen Apple Computern, vom PowerBook 100, 140 und 170, mit und ohne Dockingstation, PPC 7500, Quadra 900, Centris, Performa etc. bis hin zum berühmten, ersten, echten Handheld, dem Newton. Apples Produkte waren ihrer Konkurrenz immer einen Schritt voraus. Dabei muss man die Usability (Benutzbarkeit) besonders erwähnen, denn die ist und war der ausschlaggebende Grund für meine Affinität zu Apple. Das heisst, dass perfekte Zusammenspiel einer gelungenen Hardware mit einer funktionsumfänglichen und leicht zu bedienender Software, war ausschlaggebend. Apple machte in diesen Tagen nur einen entscheidenden Fehler. Sie versteckten ihre “Features” eher, als dass sie sie nach Aussen schrieen. Wenn man sich aber die Mühe machte, unter die Haube zu sehen und die ganze Funktionsvielfalt entdeckte, war man anderen eindeutig überlegen. Ein zusätzlicher Punkt wurde aber auch immer unterschätzt, dass waren die, heute auf Neudeutsch, genannten “Lifecycle - Costs”, also die Lebenskosten eines solchen Gerätes. An der Intelfront, wurden durch Neuheiten, alle Geräte nach zwei bis drei Jahren veraltet. Selbst die Finanzbehörden erlaubten bald eine Abschreibung von PCs über drei Jahre. Ein Apple dagegen hielt weit mehr Jahre, technisch, aber auch in seiner Funktion konnte er viel länger benutzt werden. D.h. das investierte Geld hat sich mehr bezahlt gemacht als bei anderen Systemen. Leider ist so etwas schwer in die Einsicht von Kunden übertragbar. Apple führt damals eine Kampagne mit der Gartner Group durch, in der sie diese “Lifecycle - Costs” und ihre Berechnung publik machten. In der Analyse wurde angegeben, dass man mit Apple - Systemen ca. 50 % an Kosten spart. Damals wehrte sich die Intel-Gemeinde noch gegen diese Berechnung, heute gehört sie in jeden Investitionsplan.

Apple iPodMit dem iPod und dem später folgenden iPhone hat Apple nun die Grenzen der Computer-Branche in Richtung “Consumer-Proudcts” verlassen. Einen iPod oder ein iPhone können und sollen auch Kunden kaufen, die keinen Apple Computer haben. Apple hat dazu alle möglichen Dinge unternommen. Sie haben die passende Software zur sinnvollen Benutzung dieser Geräte für alle gängigen Plattformen entwickelt und kostenlos verbreitet (iTunes, Apple TV, Safari). Sie haben im Hintergrund mit Plattenfirmen, Musikverlagen und Filmstudios verhandelt um die Produkte über den iTunes - Store online verkaufen zu können. Sie haben im Grunde einen vollen Distributionskanal inklusive POS zu weltweiten Benutzung geschaffen. Und das Beste ist, alles hat die Apple typische “Usability”. Software und Hardwar sowie Service ist auf die Benutzung durch den Kunden ausgerichtet. Nicht nur das diese Gesamt - Systeme die Wünsche erfüllen, die Kunden haben, nein, sie liefern oft ganz neue Vorteile für Kunden. Ein typisches Beispiel ist der extra neu entwickelte Monitor auf den iPhones. Er lässt sich mit den Fingern bedienen, erkennt aber den Unterschied wenn er mit etwas anderem berührt wird. Ein Touchscreen den man im Alltag gebrauchen kann. Es gibt kein vergleichbares Produkt mit dieser Funktion. Alleine dieser Punkt ist ein “USP” (unique selling proposition) - ein einzigartiges Verkaufsmerkmal. Ein iPhone bietet aber noch mehr dieser Gründe es zu kaufen. Das machen die Apple - Produkte so begehrt. Warum kamen und kommen andere Hersteller nicht darauf und machen es genau so? Weil die meisten Unternehmen mit dem zufrieden sind, was sie erreichen müssen. Die Rendite von xyz! Weil die Aktionäre keinen Druck machen? Wenn das so ist, können wir von den anderen nicht viel erwarten und ich liste deshalb hier einmal ein paar Produkte auf, die ich gerne mit der Apple eigenen Usability, Lifecycle - Costs, Design und den USPs gerne hätte. Vielleicht produziert Apple sie ja bald und nimmt den anderen auch hier Marktanteile ab. Ich würde mich freuen.

    01. Telefon / Telefonanlage
    02. Fernsehgeräte
    03. Kühlschränke
    04. Beleuchtungssystem
    05. Klimaanlage
    06. Kopier- und Faxgerät
    07. Kaffeemaschine
    08. Wecker
    09. Armbanduhr
    10. TV/Radio - Fernbedienung
    11. DVD-Recorder/Player
    12. …

Ich bin mir sicher, liebe Leser, ihr findet noch viele weitere Produkte in denen die Vorzüge von Apple - Produkten gewünscht wären und von den jetzigen Herstellern nur das “Notwendige” gemacht wird. Vielleicht helft ihr mir ja meine Liste zu vervollständigen?

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