Kampfwort “Lebensmittel” ersetzt “Klimakatastrophe”

Mal ganz platt vorweg, Lebensmittel werden in bestimmten Ländern teurer, weil es Gebiete auf der Erde gibt, die einen enormen Wachstum haben und sich immer mehr leisten können und wollen.

  • Kürzlich sah ich einen Bericht, in dem gesagt wurde, dass um Dubai ein Einzugsgebiet von ca. 400 Millionen Menschen lebt, welche westlichem Luxus fast nur in Dubai nachkommen können und das auch immer mehr wollen. Aus dem Iran und Saudi-Arabien, aber auch aus Pakistan und Kuwait kommen sie. Unternehmer aus Dubai haben z.B. deswegen mit deutschen Hühnerfarmen Kontakt aufgenommen und Preise angefragt. Denn Hühnerfleisch ist in Dubai immer beliebter. Das wird seine Spuren bei den Preisen hinterlassen.
  • Auch in China ist es in bestimmten Kreisen in Mode gekommen Milchprodukte aus Europa zu kaufen und zu geniessen. Obwohl Chinesen bestimmte Hormone fehlen um die Milchmoleküle richtig verdauen zu können. Da es sich in China immer gleich um Millionen Menschen handelt, nimmt die Nachfrage für diese Produkte enorm zu. Die erschreckende Milchpreiserhöhung in Deutschland, letztes Jahr, ist ein erstes Ergebnis daraus.

Das sind nur zwei Beispiele dafür wie sich heute die Welt verändert und die Auswirkungen auf einmal uns betreffen. Uns in Europa, die immer dachten, dass wir beschützt und friedlich bis ans Ende aller Zeiten leben könnten.

Jeder der ein bisschen rechnen und nachdenken kann, muss sich schon immer gefragt haben, was passiert alles wenn der Rest der Welt die gleichen Anforderungen stellt wie wir?

Nun wird jedes Ereignis dieser Art, von der Presse, zum Politikum erhoben. Ein tolles Mittel für die Auflage. Nach der Klimakatastrophe, mit Zwischenstory “Tibet”, kommt jetzt für Monate und Jahre das Thema Lebensmittelpreise dran. Und da werden uns jetzt bald alle möglichen Schuldigen präsentiert.

Eine hat die Lobby schon erkoren. “Weil so viel für nachwachsende Treibstoffe angebaut wird, fehlt Getreide und andere Lebensmittel”. Also sind die Grünen Schuld. Als nächstes kommen sicher die Subventionen, die den Bauern gezahlt wurden, denn dadurch wurden sie träge und haben nicht das erzeugt was wirklich gebraucht wird. Ich sehe jetzt schon die Schlagzeilen vor mir.

Am besten man sagt, die Klimakatastrophe ist Schuld daran, dass nicht mehr so viel angebaut werden kann und deswegen werden Lebensmittel knapper und teurer.

Das es ein ganz normaler Prozess ist, wenn die 5 Milliarden Menschen auf der Erde (wir sind ja nur ca. 1 Milliarde - EU, USA, Kanada), die bisher fast nichts hatten, jetzt auf einmal so leben wollen wie wir. Mit ausreichendem Essen, Wasser, Autos und Klamotten. Alles wird in Zukunft stärker nachgefragt und damit teurer. Dazu braucht man keine Klimakatastrophe oder Krieg. Einfach durch die vielen Menschen, die auf einmal zu mehr Wohlstand kommen, weil sie was verdienen können. Das was wir schon seit hunderten von Jahren haben. So siehts aus. Darüber sollten die Medien schreiben und mal dafür sorgen, dass wir uns Gedanken machen, wie wir damit klar kommen wollen?

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