Warum behindert Myanmar die Hilfe des Westens?

Kurz gesagt, weil Hilfe auch immer als Erpressung gesehen werden kann. “Wir haben Euch nach dem Zyklon geholfen, deswegen müsst ihr Euer Land jetzt auch dem Westen öffnen”. Dieses imperiale Verhalten, der reichen, westlichen Länder ist an vielen Stellen der Erde anzutreffen.

Ich bin nicht gegen Hilfe, Hilfe sollte aber selbstlos sein, sonst ist sie keine echte Hilfe in dem Sinne. Und ich finde es unglaublich, dass wegen der politischen Auslegung der Hilfe, Menschen in Myanmar leiden müssen. Die USA und andere westliche Länder machen es auf der ganzen Welt aber vor. Einem Land, das in Schwierigkeiten geraten ist, wird Hilfe angeboten. Später wenn die Lage sich beruhigt hat, fordert man Gegenleistungen. Das haben viele Staatsoberhäupter der Welt erfahren müssen und heute sind die Verstrickungen so weit vorgedrungen, dass sie in ihrem eigenen Land dem “Helfenden” nicht mehr auskommen.

Man muss immer beide Seiten der Medaille betrachten und nicht wie das die Medien im Westen tun, den Zuschauer für blöd halten und als Machtinstrumente missbrauchen und als Druckmittel verwenden. Das unterscheidet sie in keiner Weise von der Militärführung in Myanmar.

In den westlichen Medien wird so getan, als ob die Militärmacht aus purer Machtgeilheit die Hilfe aus dem Ausland abweist. Das ist sicher nicht so, sie haben nur Angst um sich und alle Strukturen des Landes. Wenn westliche Hilfsorganisationen sich in solchen Ländern erst einmal festgesetzt haben, kommen viele Missionare nach. Das Land verändert sich und oft nicht zu seinem Vorteil. Bangkok ist da ein gutes Beispiel. Wenn Sie wissen was ich meine?

Übrigens, in den westlichen Medien wird auch so getan, als ob die Militärmacht das Land einfach in einen anderen Namen umgetauft hat. Es wurde früher Burma genannt. Auch das ist nicht richtig, wie man in verschiedenen Dokumentationen lesen kann. Die Mehrzahl der Menschen in dem Land werden den Birmesen, Burmesen oder Myanmar zugeordnet. Myanmar ist ein anderer Dialekt-Begriff für die gleiche Bevölkerung in der Sprache der Einheimischen. Das war der Grund. Einige westliche Länder erkennen den neuen Namen nicht an.

Man stelle sich vor Bayern würde beschliessen “Bayern” in “Beyern” um zu taufen, weil sich das auf Bayrisch näher am Dialekt befindet und die USA würden den neuen Namen nicht akzeptieren!? Ägypten?

Weitere Informationen: Spiegel

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