Die angebliche Finanzkrise und was dahinter steckt
Tags: china, Emerging Markets, Finanzkriese, freien Welt, irak, öl, Oligarchen, Russland
Der Krieg zwischen West und Ost oder besser gesagt, zwischen Oligarchen und Emerging Markets findet nun das erste mal “mehr” in der virtuellen Welt als in der Realität in Kriegen statt. Die Oligarchen in den USA haben erkannt, dass sie für normale Kriege das gemeine Volk benötigen, dass aber das Kriegführen mit “ihren Mitteln” eventuell auch zum Ziel führt.
Vier der fünf grössten Öl-Konzerne der Welt sind in den USA beheimatet und sind im Besitzt und unter Kontrolle der Oligarchen in den USA. Seit sie erkannt haben, dass die Russen und Chinesen im internationalen Öl- und Gas-Geschäft eine wesentliche Rolle spielen wollen und in Hinsicht auf ihre Wirtschaftsentwicklung auch müssen, haben sie Methoden entwickelt um diesen zu schaden. Das ist Konkurrenzkampf auf Kosten des Volkes. Der Irak-Krieg war noch ein Versuch der alten Schule die Weltgeschehen unter Kontrolle zu bekommen. Man hat schnell erkannt, dass dieses Konzept veraltet ist und die Kollateralschäden zu hoch.
Die grössten Banken der Welt sind unter der Kontrolle der Oligarchen in den USA. Die grössten Börsen sind unter der Kontrolle der Oligarchen der USA und die grössten Versicherungen sind unter der Kontrolle der Oligarchen der USA. Dort liegt das grosse Geld. Es ist für diese Leute ein Leichtes eine Finanzkrise oder eine Immobilienkrise herbei zu führen. Die Vorteile für sie überwiegen ja nur. Reiche Leute haben in Zeiten der wirtschaflichen und finanziellen Not immer am besten verdient. Wenn viele Leute ihr Haus unter Marktwert verkaufen müssen, weil sie die Kredite nicht bezahlen können, dann stehen kaufkräftige Leute bereit das Haus billig zu erwerben. Wenn der Finanzmarkt schwierig wird, steigen die Kosten für einen Kredit - sprich die Zinsen. Die die Geld verleihen können profitieren dabei am meisten. Deshalb ist eine Finanzkrise für die Oligarchen immer ein Glücksfall.
Die Entwicklung des Dollars konnte man mit klarem Verstand lange voraussehen. Mit zunehmender Entwicklung der Emerging Markets war die immer stärker eingeforderte Abkoppelung vom Dollar klar. Ein Land wie China oder Russland und in Zukunft Afrika und Süd-Amerika möchten sich nicht durch die Finanzpolitik der USA einschränken lassen. Aus diesem Grund war es klar, dass der Dollar gegenüber anderen Währungen stark fallen würden und in Zukunft fallen wird. Und diese Lage machen sich die Oligarchen nun und wenn wir nicht aufpassen auch in Zukunft zu Nutze.
Der hohe Öl-Preis ist eine Folge der starken Nachfrage aus den Emerging Markets und der Schwäche des Dollars, da der grösste Teil des Handels mit Öl auf der Welt immer noch in Dollar geschieht. Es wäre für die USA leicht gewesen den Dollar zu stützen, dann wäre der Öl-Preis nicht so gestiegen. Aber warum sollte man das tun, wenn man doch davon profitieren kann, so lange der Teil des Öl-Preises der auf höherer Nachfrage beruht grösser ist als der der durch die Schwäche des Dollars entsteht. Ausserdem hat das den Vorteil, dass die Emerging Markets es schwerer haben an das Öl heran zu kommen und somit die Wirtschaft in diesen Ländern langsamer wachsen kann. Ein richtig schöner Hebel gegen die aufkeimenden Länder.
Jetzt hat man als zweite Waffe die Finanzen wieder entdeckt. Die “freie Welt” sperrt Konten des Iran und anderen Ländern die ihnen politisch nicht passen. Der Vertrauensverlust ist immens. Verpackt wird es in der Angst vor Atomwaffen. Alle Staaten die Angst haben müssen, von der “freien Welt” ebenfalls die Konten gesperrt zu bekommen, werden in Zukunft ihr Geld nur noch bei Banken und in Ländern ihres Vertrauens anlegen. Das stärkt Russland, China und viele andere Länder in den Emerging Markets und schwächt die “freie Welt”. Dort aber natürlich nur die normalen Bürger, die Oligarchen haben wieder Vorteile davon, denn sie können die Kosten anheben und die Bürger noch mehr ausnehmen.
Vor diesem Hintergrund ist auch das Herbeireden der angeblichen “Finanzkrise” zu sehen. Da die meisten Medien in der “freien Welt” in der Hand oder unter der Kontrolle der Oligarchen sind, wird über dieses Mittel Angst und Schrecken über eine angebliche Finanzkrise verbreitet. Schon in den letzten Jahren hat man versucht durch Skandale wie bei Enron eine Finanzkrise herbei zu führen. Auch die angebliche Immoblienkrise sollte dazu beitragen eine Finanzkrise herbei zu führen. Leider bisher ohne Erfolg. Denn die Finanzströme der Welt sind nicht mehr ausschliesslich von den USA abhängig sondern bereits unter einem starken Einfluss der “neuen freien Welt”. Und somit haben Fehler oder Manipulationen in den USA nur noch einen bedingten Einfluss auf die Weltgeschehen, was uns aber die Oligarchen aus den USA glauben machen wollen.
Die “neue freie Welt” wird ihr Wachstum und ihre Erfolge beibehalten ob die Oligarchen in den USA einen Irak - oder einen Iran - Krieg führen, ob sie Finanzkrisen herbeireden oder Immobilienkrisen verursachen - keine dieser Massnahmen wird diesen Weg aufhalten. Eines ist aber gewiss, die alte “freie Welt” hat ihre Glaubwürdigkeit vollkommen verspielt und den Schaden, den die Oligarchen damit angerichtet haben, müssen die Bürger der alten “freien Welt” ausbaden.
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www.woz.ch/artikel/inhalt/2008/nr27/Wirtschaft/16550.html
www.jungewelt.de/2008/07-03/066.php
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www.natural-gas.ch/2008/07/03/construction-commences-of-central-asia-gas-pipelines-uzbek-section/
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