I just want you to think big
Tags: Bush, irak, Iran, Kissinger, merkel, much bigger, Nixon, öl, Russland, Sarkozy, Saudi Arabien, Think, USA
Tonbandaufnahmen aus dem Jahre 1972 von einer Sitzung von Präsident “Nixon” und Aussenminister “Kissinger”:
“I’d rather use the nuclear bomb,” Nixon is heard to say in a matter-of-fact tone.
“That, I think, would just be too much,” Kissinger replies cautiously.
“Does that bother you?” Nixon is heard to reply sharply, adding, “I just want you to think big.”
“I just want you to think big” könnte man heute zu all den Leuten sagen, die die Zusammenhänge der Welt nicht verstehen oder nicht verstehen wollen.
Wenn die G8 - Länder die Lebensmittel-Krise benutzen um die Emerging Markets in den Griff zu bekommen (FAZ), ist das nicht menschliche Hilfe, sondern die Machtausübung über diese Länder. Wenn die Medien des Westens und die Politik des Westens eine Überschwemmungskatastrophe in Burma zum Anlass nimmt, dieses Land und seine Staatsform verändern zu wollen, ist das nicht humanitäre Hilfe, sondern pure und freche imperialistische Machtausübung.
Wenn über den Anschlag vom 9.11.2001 gesprochen wird und dabei die Zusammenhänge der darauf folgenden weltpolitischen Zukunft nicht einbezogen wird, ist das vollkommen unrealistisch und man muss den Teilnehmern zu rufen “I just want you to think big”.
Wenn man über den heutigen Öl - Preis diskutiert muss man die Lage in der EU, Nahost, Russland, Asien, Afrika und Süd-Amerika mit einbeziehen.
“I just want you to think big”
Mal angenommen Präsident Bush hätte von seinen Vorgängern gelernt und hätte die These von Richard Nixon angenommen und in seiner texanischen Männlichkeit weiter ausgebaut. Dann hat sein Credo am Anfang seiner ersten Präsidentschaftsperiode wohl gelautet: “I just want you to think much bigger“. Ist das keine logische Schlussfolgerung? Schliesslich waren zwischen ihm und Nixon noch ein paar andere Präsident in den USA. Und seit Bush Jr.’s erster Nominierung sind schon ein paar Jahre vergangen. Wie wird wohl der heutige Slogan lauten “much, much bigger”?
Wenn man also diese Einstellung zugrunde legt und den 9.11.2001, die Gestalt “Osama Bin Laden” (übrigens ein Mitglied des Saudischen Königshauses), der drohende Machtverfall der USA gegenüber dem aufkeimenden Osten (Russland, China, Indien, Naher-Osten, etc.) der EU, Afrika und der Verlust von Einflussmöglichkeiten in Süd-Amerika mit einbezieht. Wenn man weiss, dass die Energie, sei es Gas, Öl, Atomkraft oder sonst eine Energieform der Schlüssel zur Macht über die Erde ist, dann kann man “much bigger” denken. Dann werden Zusammenhänge und wahrscheinliche Inszenierungen klarer.
Vor dem Millenium-Wechsel haben sich bestimmt alle Planungsstäbe verstärkt Gedanken gemacht, was wohl im nächsten Jahrtausend so alle passiert, worauf man sich einstellen muss und wie sich die Welt wohl verändern wird. Wir wissen, dass die USA in solchen Dingen absolute Profis sind. Wenn nicht die USA, wer sollte wohl das Wort “Szenario” erfunden haben.
Schon 1999 konnte man erkennen, dass der Osten sich auf einem starken Wachstumspfad befindet und die anderen Emerging Markets auch die kritische Schwelle zu einem gesunden Wachstum erreichen werden. Die Erde ist aber ein geschlossenes System, dass was der eine gewinnt wird dem anderen weg genommen. Eine positive Wohlstandsentwicklung in einem Teil der Erde verursacht mehr oder weniger eine Reduzierung in einem anderen Teil der Erde.
Die Regularien zur Kontrolle dieser Verteilung sind Macht und Energie. Die Macht um Handelshemmnisse abzubauen oder aufzubauen und Energie um Produkte und Infrastruktur erstellen zu können oder die Energie verkaufen zu können. Wer also Macht und Kontrolle über Energie besitzt, hat auch Macht und Kontrolle über die Welt. Deutschland z.B. versucht einen Teil der Macht über Energie zu bekommen, in dem es sich ganz der “Natürlichen Energie” widmet und auf diesem Sektor der Weltmachtführer sein will. Deutschland hat damit bereits vor zwanzig Jahren begonnen.
Die USA waren 1990 noch eine Weltmacht, weil kein anderes Land auf der Erde so viel Einfluss (Macht & Kontrolle über Enegie) hatte wie sie. Die USA wussten aber ganz genau das diese Zeiten bald vorbei sein würden.
Was würde wohl jedes Unternehmen oder jeder Mensch machen, wenn er wüsste dass sich seine Lage stark verändern würde, wenn er nichts dagegen unternimmt? Logischer Weise haben die USA ein Szenario entworfen, was man im neuen Millenium machen muss um eine Weltmacht zu bleiben und diesen Status vielleicht auszubauen, aber auf jeden Fall halten zu können.
Die USA hatten zu dem Zeitpunkt zwar die militärische und wirtschaftliche Macht auf der Erde, aber ein grosser Teil der Macht über Energie lag in den Händen der Feinde und zukünftigen Feinde. Dem Irak, Iran und Russland. Ich bin mir sicher, es wurden schon vor 2000 an Szenarien für alle drei Länder gearbeitet und dabei wurde natürlich nach dem einfachsten Weg gesucht. Diese Szenarien werden auch sicher immer mehr verfeinert und aktualisiert, bis heute und in Zukunft. Der Irak mit Saddam Hussein war zu dem Zeitpunkt die leichteste Beute, da er bereits von der Welt als Diktator abgestempelt war und man ihm durch die Verschlossenheit alles und nichts andichten konnte, z.B. “Massenvernichtungswaffen”. Man benötigte nur noch ein “Pearl Harbor” um die eigenen Leute zu überzeugen. Wie ein Wunder, geschah dann der 9.11, genau zu dem Zeitpunkt als die UNO keinen Schritt mehr im Irak vorwärts kam und die USA nicht mehr zurück halten konnte.
Noch dazu muss man wissen, dass Osama Bin Laden ein weit entfernter Verwandter des Saudischen Köngishauses ist, dass mit den USA seit Jahrzehnten kooperiert, was ihr Öl und die Politik um Energie angeht.
Ich hätte verstehen können, dass ein Palästinenser oder ein Syrer einen solchen Anschlag wie den vom 9.11 plant und durchführt. Aber ein Saudi? Sehr komisch. Unabhängig von allen ungeklärten Beweisen für oder gegen die Inszenierung von 9.11 spricht das Motiv eher für die Durchführung durch die USA selber als durch einen Osama Bin Laden.
Wie ist die Lage heute. Der Irak ist von den USA besetzt und nach anfänglichen Schwierigkeiten wird auch wieder kräftig Öl gefördert.
Der Iran, ein Land das zum grössten Lieferant von Öl werden kann, wird von den USA und allen Verbündeten mit Embargos überzogen.
Russland, das Land mit den grössten Erdöl - und Gasvorkommen überhaupt, aber noch nicht ausgeschöpften Förder- und Transportmöglichkeiten wird durch die USA mit allen Mitteln unter Druck gesetzt.
Gleichzeitig versuchen US- und UK-Basierte Unternehmen genau in diesen Ländern, sowie in angrenzenden Ländern, die ebenfalls einen Einfluss auf die Ölförderung oder den Transport (Pipeline) haben, Fuss zu fassen und Claims an sich zu ziehen. Beispiele gibt es genung, BP in Russland, US - Unternehmen in der Türkei, Usbekistan, Aserbadschan, Georgien, u.s.w. Natürlich sind auch die langfristigen Aktivitäten der USA in Pakistan vor diesem Hintergrund zu sehen. Was sonst sollten die USA dort wollen. Ich möchte nicht wissen wer genau hinter dem Attentat auf Frau Benazir Bhutto steht.
Früher war der Wiederstand in solchen Ländern gering, da es nur einen wirklich grossen Abnehmer und Player gab, die USA. Heute brauchen aber viele stark wachsende Länder die Energie genau so wie die fordernde Wirtschaft der USA. China, Indien, Russland, Afrika, Süd-Amerika. Alle wachsen und benötigen immer mehr Öl oder Gas. So wird also schon am Anfang darum gekämpft.
Man denke nur einmal an den Streit, den Bundeskanzler a.D. Schröder mit Polen vom Zaun gebrochen hat, als er erklärte, Russland werde das Gas durch eine Pipeline in der Ostsee, mit Umgehung der Polen, nach Deutschland transportieren.
Das Nabucco-Projekt (eine Gas-Pipeline vom Schwarzen Mehr bis nach Österreich) wird von Russland und anderen Energielieferanten nicht gerne gesehen, da es die Abhängigkeit der EU von russischem Gas reduzieren soll. Warum die USA das Projekt unterstützen kann man sich nur denken.
Denken Sie daran, wenn Nixon schon zu Kissinger 1972 sagte “I just want you to think big” und Bush diese Denkweise übernommen und ausgebaut hat, dann muss es heute heissen “I just want you to think much, much bigger”. Dann bitte ich aber auch alle die sich mit diesen Themen beschäftigen “much, much bigger” zu denken. Dann werden wir verstehen was in dieser Welt abgeht. Wir verstehen dann auch warum die Länder der G8 - Runde (es gibt übrigens, irgendwas um die 190 Länder auf der Erde) versuchen weitere Einflussnahme zu finden oder zu erfinden. Die Klima - Diskussion ist eine dieser Möglichkeiten. Die Lebensmittel-Krise wird gerade aufgebaut. Obwohl sie sich durch einen fairen Welthandel selber lösen würde, wird sie künstlich am Leben gehalten.
Und eines darf man bei all diesen Strategien nicht vergessen. Sie kosten täglich Menschen das Leben. Die Machthaber gehen, angeblich zu unserem Wohl, über Leichen. Also bitte, “Think much, much bigger”.
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