Wenn der Journalismus an seiner empfindlichsten Stelle getroffen wird


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Heute (5.8.2008) berichtet die auf ihrem Internet-Portal über die Verbreitung von “brauner Propaganda” durch Google News, dem News - System der Suchmaschine . Unter anderem zitiert die Medienwissenschaftler Alexander Görke.

wildert auf dem Terrain des

Der Medienwissenschaftler Alexander Görke betonte in seiner Stellungnahme in einem Fachausschuss des Bundestages, mit dem Angebot von Nachrichten, die nicht redaktionell ausgewählt, “sondern auf der Basis von Suchalgorithmen - gleichsam parasitär - zusammengeklaubt werden, versucht etwa News nun auch auf dem Terrain des zu wildern, ohne an dessen Kompetenz heranzureichen”.

Ich möchte auf die Wortwahl der und Görke hinweisen. “ wildert”. Zitat Wikipedia: “Als Wildschütz oder Wilddieb, im Volksmund oft nur Wilderer genannt, bezeichnet man alle Personen, die ohne Erlaubnis auf die Jagd gehen.” Was lernen wir daraus, die ist der Meinung das ohne Berechtigung auf dem Terrain des tätig ist. Mir ist nicht bekannt, dass man für eine journalistische Tätigkeit Berechtigungen benötigt. Von wem auch. Dem Staat? Der Partei? Ich kann mich erinnern, dass es gerade die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten sind und immer waren, die die durch das Dritte Reich verteufeln. Sollten sie jetzt auf einmal der Meinung sein, dass es doch besser ist, wenn man nur den “Gleichdenkenden” oder “Gleichgeschalteten” erlauben darf sich öffentlich zu äussern? Steht es nicht auch im Deutschen Grundgesetzt, dass die Pressefreiheit eines der obersten Güter ist. Zitat:

” Art. 5 [Recht der freien Meinungsäußerung]

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.”

Und weiter beschreibt Görke “gleichsam parasitär” würde sich verhalten. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und bei Wikipedia nach gesehen: “Parasitismus (Schmarotzertum) im engeren Sinne bezeichnet den Nahrungserwerb aus einem anderen Organismus, wobei dieser auch als Wirt bezeichnete Organismus geschädigt, aber entweder gar nicht oder aber erst zu einem späteren Zeitpunkt getötet wird.” Das heisst also Görke ist der Meinung das als Schmarotzer von einem Wirt lebt, vermutlich den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten? Und das diese Angst haben, von dem Schmarotzer getötet zu werden (???) .

Weiterhin bezeichnet er den News - Dienst als “ - ohne an dessen Kompetenz heranzureichen”. Soll also heissen, hat keine Kompetenz in Sachen . Es ist dabei interessant zu erfahren, dass es ein Gremium gibt das anscheinend die Kompetenz in Sachen festlegt. Mich würden dann mal die Noten für die Bild-Zeitung, Frau im Spiegel oder Coupé interessieren. Kann man die irgendwo einsehen?

Gerade noch stellten sich die Deutschen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, mit wechselnden Intendanten, vor die Kameras und verteidigten genau die andere Seit der Position. In China geht ihnen die Zensur zu weit. Dort bemängeln sie das China genau das tut, was sie gerne in Deutschland tun würden. Es scheint aber wohl eher so zu sein, dass immer dort wo sie meinen zu kurz zu kommen, ihnen die Lage nicht passt. Und dann nutzen sie ihre exponierte Stellung, Macht und Mittels der Bürger Deutschlands, um gegen ihre Widersacher anzugehen. Also sollen Regimegegner in China sagen dürfen was sie wollen, auch über das Internet, aber in Deutschland nicht? Das kann keiner mehr verstehen, ich jedenfalls nicht.

Das das alles aber in einem Fachausschuss des Deutschen Bundestages gesagt wird ist schon ein bemerkenswertes Stück. Eine Gesellschaft die nicht zu ihrer Freiheit stehen kann, ist sie nicht wert. Egal aus welchem extremen Lager die verbreiteten Stimmen stammen.


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1 Kommentar zu “ Wenn der Journalismus an seiner empfindlichsten Stelle getroffen wird ”

  1. Webnews.de
    August 10th, 2008 13:10
    1

    Wenn der Journalismus an seiner empfindlichsten Stelle getroffen wird…

    Heute (5.8.2008) berichtet die ARD auf ihrem Internet-Portal über die Verbreitung von “brauner Pr…

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