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	<title>Gordian Hense &#187; Fall</title>
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		<title>Wie wir die Welt verändern</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 15:43:57 +0000</pubDate>
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<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-676" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="benjamin franklin" src="http://www.hense.com/wp-content/uploads/2010/06/benjamin_franklin-300x225.jpg" alt="benjamin franklin" width="300" height="225" />Wir befinden uns in einer Zeit mit enormem Wandel. Nach dem zweiten Weltkrieg befand sich die Welt in einer Art &#8220;Gleichgewicht&#8221;. Osten und Westen war durch politische Systeme gewaltsam getrennt. Der Rest der Welt spielte, ausser zur Ausbeutung, kaum eine Rolle. Auch dort traf Ost auf West. Durch die berühmten &#8220;grünen Wiesen&#8221;, nach dem Krieg, auf denen man beliebig bauen konnte, war dem Wachstum im Westen kaum eine Grenze gesetzt, so das alle Arbeit und Brot hatten, mit ein paar kleinen Ausnahmen versteht sich. Mit dem Fall des eisernen Vorhangs und der &#8220;quasi&#8221; beginnenden Freiheit im Osten, aber auch mit der Entwicklung in dem Rest der Welt hat sich vieles grundlegend geändert.</p>
<p style="text-align: justify;">Wo es früher zwei machtpolitische Zentren gab, die für Regeln auf der Welt zuständig waren, gibt es heute viele. Die Wirtschaft der &#8220;<strong>etablierten</strong>&#8221; Welt, mit um die 1 Milliarde Menschen, bekam und bekommt Konkurrenz vom Rest der Menschheit, von ca. 5 Milliarden Menschen. Gleichzeitig steht es um das demographische Gleichgewicht im Westen so schlecht wie noch nie. Immer mehr Alte sollen von immer weniger Jungen versorgt werden. Und zusätzlich, als wäre das nicht alles noch nicht genug, verroht der Westen in Moral und Können. Jüngste Beispiele aus Finanzen, Politik, Militär und Kirche belegen das uneingeschränkt.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere Logik beginnt zu greifen, die wir unterbewusst schon immer kannten &#8211; Rationalisierung bedeutet weniger Arbeit. Wenn es also weniger Arbeit gibt und die wenigen Arbeitenden auch noch für viel mehr andere Menschen arbeiten bzw. verdienen sollen, dann kann das irgendwann nicht mehr funktionieren. Viele sagen, ja mit Wachstum fangen wir das auf. Das ist ein Trugschluss. So viel Wachstum kann es gar nicht geben um dieses Ungleichgewicht aufzufangen.<span id="more-674"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Alle Systeme in unserer westlichen Welt sind aber von dem Kreislauf der Wirtschaft, so wie er fünfzig Jahre funktionierte, abhängig. Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Steuern, Renten, Krankenkasse, Preise, Infrastruktur und viel mehr. Diese Dinge reagieren auf Änderungen stark abhängig. Wenn weniger Arbeitskräfte beschäftig sind, dann wird weniger Steuern gezahlt, wird weniger in die Arbeitslosenkasse gezahlt, weniger in die Rentenkasse oder in die Sozialhilfetöpfe. Aber nicht nur das, es wird auch weniger in der Wirtschaft ausgegeben. Wer nicht zur Arbeit muss, braucht kein S-Bahnticket, grosses Auto oder ähnliches Transportmittel. Er braucht keine Versicherung und bezahlt nicht für Reparaturen. Alle diese Dinge hängen zusammen und liegen zueinander in Abhängigkeit. Dramatische Veränderungen an dem einen Ende verursachen dramatische Auswirkungen am anderen Ende. Oft sogar mit einem Multiplikatoreffekt. Und bisher hat kaum einer daran gedacht daran etwas zu ändern.</p>
<p style="text-align: justify;">Es passieren aus diesen Gründen jetzt schon dramatische Dinge, obwohl die Zeit noch nicht einmal gekommen ist, in der erst richtige Probleme auftreten. Sicher, einiges wird durch gegenläufige, positive Entwicklungen abgefedert, aber nicht alles. Grosse Veränderungen bleiben auf jeden Fall.</p>
<p style="text-align: justify;">Was aber haben wir daraus zu erwarten? Das ist die Frage die wir uns stellen müssen, denn ohne Folgen werden diese Änderungen nicht an uns vorüber ziehen. Nein, es wird für jeden von uns ganz konkrete Auswirkungen haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Gesundheitssystem</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Gesundheitssystem entwickelt immer teurere Behandlungen, Medikamente oder Verhalten, die von einer immer kleiner werdenden Zahl Menschen bezahlt werden muss. Bereits jetzt brechen manche Krankenkassen aufgrund dieser Fehlentwicklung zusammen und machen Bankrot. Wie soll das erst werden wenn die demographische Spitze erreicht wird, so um die Jahre 2040 oder 2050? Wenn über 50 % der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein wird. Es wird dann vermutlich an Ausgaben gespart, das bedeutet Entlassungen aus dem Gesundheitswesen, den Versicherungen und angegliederten Institutionen. Medikamente werden nicht mehr zu den heutigen hohen Preisen verkauft werden können, einfach weil die Kassen sie nicht mehr bezahlen können. Die Preise für Medikamente müssen runter. Die Pharmaindustrie wird deshalb Menschen entlassen werden müssen. Viele Patienten werden sich anderen Möglichkeiten zuwenden für Gesundheit zu sorgen. Die Prävention wird ungeahnte Entwicklungen vollziehen. Naturheilmittel oder Nahrungsergänzungen werden boomen. Die vielen Arbeitslosen und Rentner werden die Kassen noch weiter belasten, einmal weil sie in immer grösserer Zahl als Zahler fehlen und weil sie mit versorgt werden müssen. Das System wie es heute existiert wird nicht aufrecht erhalten werden können &#8211; das ist klar. Jedoch tun Politiker heute alles um dieses System zu erhalten. Bis vor ein paar Jahren war es noch möglich ohne Krankenversicherung zu sein (DE/CH), da wurde flux ein Gesetz gemacht und nun müssen alle in den Topf zahlen, der als endloses Loch enden wird. Zölle und Einfuhrbeschränkungen für günstige Medikamente aus dem Ausland wurden verschärft. Niederlassungsbewilligungen für Ärzte wurden reduziert oder nicht erteilt. Auswege daraus gibt es kaum. Die Menschen werden in das alte System gepresst bis es nicht mehr geht. Ein Ausweg kann sein die Beschränkung auf nationale Krankenkassen aufzulösen und diese Beschränkung auf eine grössere Region z.B. die EU auszuweiten. So das jeder in Europa ein Krankenkasse in Europa wählen kann. Gleichzeitig müsste die Zuzahlung zu jeder Behandlung angehoben werden so das notorische Arztgänger nicht mehr auf Kosten Anderer unnötig behandelt werden. Das würde einen enormen Druck auf die Preise für Gesundheitsleistungen erzeugen und der Markt würde die Preise an natürliche Verhältnisse anpassen. Natürlich müssen dazu die Einfuhrbeschränkungen für Medikamente ebenfalls eliminiert werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Arbeitssystem</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wir freuen uns, dass die meisten Unternehmen pro Jahr 10 % Rationalisierung erreichen. Das bedeutet höhere Stückkostendegression, sprich mehr Gewinn für die Unternehmen oder niedrigere Preise für die Kunden &#8211; Sie, wir, die Arbeitnehmer. Das bedeutet auch, das jedes Jahr 10 % weniger Arbeit gebraucht wird, also wir, sie oder Sie. Denn wir, als Gesellschaft bzw. die Anzahl der Kunden und der Bedarf bleibt ja fast gleich oder er geht sogar zurück. Die Bevölkerung wächst ja nicht, sondern sie schrumpft &#8211; hier im Westen. Eine älter werdende Gesellschaft benötigt auch weniger Konsum als eine jüngere. Das liegt in der Natur der Sache. Wie oft kauft man sich ein Sofa in seinem Leben? Wann kauft man sich zum letzten mal ein neues Sofa? Will man mit 70 noch ein iPhone? Die Kundschaft in den &#8220;Emerging Markets&#8221;, also China, Indien, Afrika, Süd-Amerika &#8211; welche noch in einem ausgeglichenen Verhältnis Alt und Jung haben, hat noch nicht das Geld dazu &#8211; uns unsere Produkte im grossen Stil abzukaufen. Bei uns aber &#8211; wer ein iPhone kauft, kauft kein Nokia. Nur weil es neue Produkte gibt, bedeutet das nicht gleichzeitig das mehr verkauft wird. Höchstens mehr von einer Marke, die andere verliert. Logisch? Wir produzieren in der Mehrzahl Produkte die wir an uns selbst verkaufen wollen, aber gleichzeitig reduzieren wir unter uns die Einkommen dazu. Unternehmen stellen gerne junge Leute ein, weil die (angeblich) weniger kosten als ein älterer Mitarbeiter und gleichzeitig noch &#8220;formbar&#8221; sind. Wir drehen uns sozusagen den Hahn selber ab. Wie dumm ist das denn? Und die Selektionskriterien dafür, wer &#8220;ausscheidet&#8221; aus dem System sind vollkommen zufällig. Wen eine Kleinigkeit entwickelt wird, kann das für den Chirurgen wie den Bauarbeiter &#8220;weniger&#8221; Arbeit bedeuten. Mit vorausschauender Bildung können diese Sprünge nicht aufgefangen werden. Arbeitslose sind deshalb in den seltensten Fällen selber schuld an ihrer Situation. Die psychischen Auswirkungen aber bleiben. Krankheiten sind die Folge bis hin zur Belastung des gesamten Umfelds der Person und Gesellschaft. Schon heute ist es so, dass an bestimmten Stellen tausende Fachkräfte fehlen während an anderer Stelle arbeitswillige ohne Arbeit sind. Unternehmen nicht der Staat müssen in Zukunft stärker auf die Ausbildung ihrer Mitarbeiter setzen. Das bedeutet aber andere Bindungsmodelle, weniger Flexibilität und Abhängigkeiten. Die Wirtschaft wird ihr &#8220;Hire and Fire&#8221; &#8211; Modell der letzten Jahre in Zukunft teuer bezahlen müssen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das politische System</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Lobbyisten sind heute die grössten Einflussnehmer auf die politische Entscheidung. Die meisten Politiker sind, weil sie zu weit weg sind vom eigentlichen Geschehen, immer mehr schlecht qualifiziert um die Entscheidungen zu treffen die für die Gesetze des täglichen Lebens gebraucht werden. Weiterhin hat man das Gefühl das Politiker heute nicht mehr &#8220;vorausschauend&#8221; handeln und regieren, sondern eher nach der Methode &#8220;Waldbrandtreter&#8221; &#8211; man tritt auf jedes kleine Feuer (alias Problem) das man gerade so erreichen kann und versucht es damit zu lösen. Zur Planung und Struktur kommt es gar nicht erst. Regieren kommt nicht von dem Wort &#8220;reagieren&#8221; sondern &#8220;Dieses bedeutete im engeren Sinne so viel wie <em>richten</em> bzw. <em>lenken</em> und im weiteren Sinne <em>führen</em>, <em>leiten&#8221; (siehe Wikipedia)</em>. Ausserdem werden Politiker heute von einer Heerschar an Lobbyisten belagert und bearbeitet. Arte, der TV &#8211; Sender, berichtete kürzlich, dass alleine in Brüssel ca. 3&#8217;000 Agenturen im Auftrag der Pharmaindustrie unterwegs sind um die Gesetzgebung in der EU so zu beeinflussen, dass sie keinen Schaden für die Branche anrichtet. Man kann sich vorstellen, dass es ja noch andere gut zahlende Branchen gibt, die das ebenso machen. Automobilindustrie, Maschinenbau, Bauindustrie, Abfallwirtschaft um nur wenige zu nennen. Das ist bei weitem nicht nur in Europa so. Washington lebt davon, dass sämtliche Industriebereiche ihre Interessenvertreter dorthin schicken um die Gesetzgebung zu beeinflussen. In China und Indien wird es ähnlich sein. Wer kann da noch von &#8220;volksnah&#8221; oder &#8220;demokratisch&#8221; sprechen. Durch diese massive Einflussnahme wird das Wort des &#8220;kleinen Mannes&#8221; oder der &#8220;kleinen Frau&#8221; immer weniger an Gewicht haben und die Entscheidungen fallen gezwungener Massen zu ihren Nachteilen aus. Resultat ist, dass die Schere von Arm und Reich noch schneller weiter auseinander gehen wird. Nur eine gesunde Volkswirtschaft lebt von kaufkräftigen Konsumenten. Das läuft diametral entgegengesetzt &#8211; logisch das da irgendwo ein Endpunkt ist, wo die Belastung zu gross wird. Wenn wir hier z.B. für die Medizin den Rückschluss zu oben gesagtem ziehen, bedeutet das, dass Medizin noch teurer wird und damit Gesundheit zu einem Luxusgut nur für Menschen die es bezahlen können.</p>
<p><strong>Das bedingungslose Grundeinkommen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Da die Arbeitsplatzgarantie quasi nie mehr gegeben sein wird, da wir ja immer weiter Rationalisieren, muss es erlaubt sein zu fragen &#8220;wovon sollen wir dann alle leben&#8221; wenn wir weiter so rationalisieren? Wir können schlicht keine Kinder auf die Welt bringen und dann sagen &#8220;wie ihr euch ernähren sollt, müsst ihr euch schon selber überlegen&#8221;. Alle Bedingungen und Entwicklungen laufen darauf hinaus, dass Einkommen nicht mehr zwangsweise von Arbeit abhängig sein muss bzw. kann. Wir haben alle gewollt, dass wir immer stärker rationalisieren, damit wir weniger Arbeiten müssen und bessere und billigere Produkte bekommen. Jetzt sind wir so weit. Nun müssen wir aber auch dafür sorgen, dass die Rationalisierung bei allen ankommt. Und das kann in Form eines Grundeinkommens verwirklicht werden. Die &#8220;<a href="http://www.initiative-grundeinkommen.ch/content/home/">Initiative Grundeinkommen</a>&#8221; liefert dazu überzeugende Argumente und einen hervorragenden <a href="http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen">Film</a>, der die Logik dahinter erklärt. Das Entscheidende dabei ist, dass das &#8220;bedingungslose Grundeinkommen&#8221; nicht mehr kosten würde, sondern durch eine Umverteilung von Steuern und Abgaben zustande gebracht werden könnte die heute bereits gezahlt werden. Gleichzeitig würde dieses Modell eine Kaufkrafterhöhung für die Wirtschaft bedeuten, die einen enormen Auftragsschub nach sich ziehen würde. Es ist ein guter Weg den Geld-Kreislauf der Volkswirtschaft wieder zu beleben, so wie ein Blutkreislauf bei einem Patienten, der gegen Arterienverkalkung ankämpft. Es wäre eine Anpassung an die aktuelle Lage und keine unüberlegte Neuheit.</p>
<p style="text-align: justify;">All diesen Problemen und Aufgaben müssen wir uns in den nächsten Jahren stellen, ob wir wollen oder nicht. Wenn wir nichts tun, wird der Wandel um so dramatischer sein und nicht mehr von uns bestimmbar. Es wäre also besser, sich rechtzeitig mit vernünftigen Lösungen auseinander zu setzen als zu warten bis etwas geschieht. Die Erfahrung der Neuzeit zeigt, dass die Menschen sich ihren friedlichen Weg dann selber suchen. So wie ein grosser Teil der Befreiung der DDR durch die Initiative des Volkes gelang, werden oben genannte Probleme dann eben auch so gelöst. Ich persönlich glaube, dass die Gesundheitssystem an der ersten Stelle zu diesem Übergang stehen.</p>

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		<title>Die Wechsel der Wirtschaftsschwankungen wird zunehmen</title>
		<link>http://www.hense.com/2008/12/22/die-wechsel-der-wirtschaftsschwankungen-wird-zunehmen/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 19:04:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Kleinvieh macht auch viel Mist, ist eine alte Bauernregel. Auch der Spruch &#8220;die Menge der Einzelteile ist grösser als ihre Summe&#8221; deutet darauf hin, was ich hier beschreiben möchte. Früher hat man auch in komplexen Systemen die einzelnen Faktoren statisch, linear und oft unabhängig betrachtet. Das wird auch heute noch in der Wirtschaftsanalyse gemacht. Gerade jetzt [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Kleinvieh macht auch viel Mist, ist eine alte Bauernregel. Auch der Spruch &#8220;die Menge der Einzelteile ist grösser als ihre Summe&#8221; deutet darauf hin, was ich hier beschreiben möchte. Früher hat man auch in komplexen Systemen die einzelnen Faktoren statisch, linear und oft unabhängig betrachtet. Das wird auch heute noch in der Wirtschaftsanalyse gemacht. Gerade jetzt bei den Prognosen der Wirtschaftsinstitute für die Aussichten im nächsten Jahr. Einige werfen ja mit Superlativen nur so um sich. Kaum wird aber erklärt, was die Basis der Analysen ist und wie sie berechnet werden. Sind es etwa Modelle aus den sechziger Jahren?</p>
<p style="text-align: justify;">Ein grosses Problem das wir heute haben, ist die fehlende, komplexe Analysemöglichkeit der immer stärker interdependenten Systeme. Was heisst das? In den fünziger Jahren konnte man noch sagen &#8220;die Automobilindustrie schafft neue Arbeitsplätze&#8221; oder &#8220;das Investmentbanking wird um X % im nächsten Jahr zunehmen&#8221;. Das waren Einzelbetrachtungen die z.B. in Wirtschaftsinstituten addiert und daraus Prognosen für die Zukunft erstellt wurden. Sicherlich sind sie um einiges komplexer als ich es hier versuche darzustellen. Ich glaube aber, dass die Interdependenz der heutigen Wirtschaftssysteme eine viel grössere Auswirkung hat und die Effekte die daraus entstehen sich zu anderen Dimensionen addieren bzw. multiplizieren. Zusätzlich führen diese Effekte zu vermehrten Wechselwirkungen die Schwankungen der Wirtschaftsabläufe beschleunigen. Wenn man die Entwicklung der Wirtschaft in Europa und den USA in den letzten fünfzig Jahren betrachtet, so wurden die Schwankungen in zeitlicher Folge immer häufiger und der Ausschlag der Schwankung immer stärker. Sowohl in die positive wie in die negative Richtung.<span id="more-241"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Elektronik und Computertechnik wirkt sich heute auf alle Branchen aus. Ganz egal welche Ware oder Dienstleistung es gibt, alle hängen von diesen beiden Faktoren ab. So natürlich auch der Finanzbereich. Alleine die &#8220;Stop-Orders&#8221; kleinerer Aktienverwaltungsprogramme, besonders in den USA, haben dazu geführt, dass es Aktienschwankungen gibt, die es zu Zeiten, ohne Computer nicht gegeben hat oder hätte geben können. Bei Stop-Orders gibt der Benutzer ein bei welchem Maximal- oder Minimalbetrag des Aktienkurses die Software automatisch die Aktie verkauft oder kaufen soll. Das führt dazu, dass viele Benutzer die von Analysten empfohlenen Werte eingeben. In viele Fällen verkauft oder kauft die Software voll automatisch ohne das der Benutzer noch einmal eingreifen muss. Wenn das viele so machen und der Minimalbetrag wird erreicht, heizt der Verkauf durch so viele Inhaber den Kurs nach unten so an, dass andere auch schnell verkaufen um nichts zu verlieren und den Verfall der Aktie noch verstärken. Auf eine Aussage über die Ursachen und Gründe wird nicht, oder kann nicht mehr gewartet werden. Sonst verliert man zu viel. Genau so funktioniert es umgekehrt. Da reichen oft SPAM-Emails rund um die Erde um einen Kurs um ein paar Cent nach oben zu beeinflussen. Das beeinflusst wieder den kaufauslösenden Moment anderer Software. Wer von der Aktie Tausende oder Millionen hat, kann richtig Reibach machen. Auch Fonds, die sehr grosse Geldmengen verwalten, verfahren so. Die Auswirkungen müssen dadurch automatisch grösser, heftiger und schneller erfolgen. Dieses Prinzip findet nicht nur in der Finanzbranche Anwendung, sondern auch bei der Computer-Entwicklung, der Entwicklung im Internet oder bei der Medizin. Der so genannte &#8220;Fortschritt&#8221; löst dadurch Kettenreaktionen aus, die unberechenbare Auswirkungen in immer grösserer Form haben. Gute Medizin -&gt; längeres Leben -&gt; mehr Menschen zu versorgen -&gt; höhere Kosten für Sozialkassen -&gt; &#8230;!</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz einfach kann man diese Entwicklung verfolgen, wenn man die grossen Krisen in den letzten Jahren vergleicht. In den siebziger Jahren gab es die erste (1973) und zweite (1979) Oel-Krise. Danach folgte die Japankrise 1991 und dann die Asienkrise 1997. Die Entwicklung des Einflusses von Computer und Internet führten zu der DOT-COM Blase, die im Jahre 2001 platzte.  Nur sieben Jahre später haben wir die weltweite Finanzkrise. Während sich die Krisen in den siebziger und achtziger Jahren auf einzelne Regionen beschränkten und in ihrer Dramatik und Höhe nicht so gravierende Einflüsse hatten, wurden von dem Platzen der DOT-COM Blase und der heutigen Finanzkrise die ganze Welt betroffen. Jetzt hat die letzte Krise so eine Grösse erreicht, dass sie massive Auswirkungen auf viele haben wird. Eine Illustration kann das besser zeigen. <a href="http://www.hense.com/wp-content/uploads/2008/12/amplitude-210.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-243" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="amplitude-210" src="http://www.hense.com/wp-content/uploads/2008/12/amplitude-210.jpg" alt="" width="210" height="179" /></a>In früheren Zeiten, als die Abhängigkeiten und der Austausch unter den Wirtschaftssystemen noch gering waren, waren die Schwankungen niedrig und der Wechsel geschah in langen Abständen (erste Kurve). Für den Einzelnen waren die Wechsel nicht so stark zu bemerken, da sie im Vergleich mit der kürzeren Lebenszeit, einen langsamen Verlauf nahmen. Am Anfang des neunzehnten  Jahrhunderts gab es, durch die Industrialisierung, die erste grosse Krise, genau dort wo der Aufschwung am heftigsten war, nach dem ersten Weltkrieg, in den USA (mittlere Kurve). Übrigens war der erste Weltkrieg in einigen Teilen der Erde (USA/England) einer der Hauptgründe für den folgenden unnatürlichen Aufschwung, der automatisch irgendwann in sich zusammen brechen musste.</p>
<p style="text-align: justify;">Danach wurde das System durch den zweiten Weltkrieg unterbrochen. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es einen lang anhalten Aufschwung, in Europa wegen dem Wiederaufbau und in den USA wegen der Aufrüstung gegen den Ostblock. Die dann folgenden kleineren Auf- und Abschwünge wurden kaum wahrgenommen, da sie von dem massiven Aufschwung überlagert wurden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ab den siebziger Jahren nahmen die Krisen in Heftigkeit und bei kürzeren Abständen immer mehr zu und die Auswirkungen erhöhen sich (dritte Kurve). Eigentlich eine ganz logische Entwicklung. Die positive Entwicklung und der Fortschritt in einzelnen Branchen befruchtete sich gegenseitig. Die Austauschbarkeit zwischen Waren und Leistungen nahm zu, Grenzen und Zölle fielen, die Kommunikations- und Transportmöglichkeiten nahmen zu, die Möglichkeiten in immer kürzeren Zeiten und internationaler zu handeln nahm zu. Die gegenseitigen Wechselwirkungen durch den Einsatz moderner Technik führten zu einer Beschleunigung der Wirtschaftskreisläufe. Damit wurden auch die Schwankungen der Krisen beschleunigt und die Auswirkungen erhöht. Wo Licht ist, muss auch Schatten sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Beispiel. Durch die Entwicklung von Super-Computern zur Crash-Simulation von Autos wurde die Entwicklung eines Autos um die Hälfte verkürzt. Unternehmen konnten häufiger und schneller neue Modelle anbieten. Aber auch der Wettbewerb wurde dadurch angeheizt, denn die Konkurrenz konnte sich auch einen Super-Computer kaufen oder anmieten und somit auch in kürzerer Zeit entwickeln. Der Zwang zu immer häufigeren, moderneren und besseren Fahrzeugmodellen war dadurch vorprogrammiert. Die Entwicklung und Herstellung der Einzelteile, aus denen ein Auto besteht, wurde dadurch natürlich auch beschleunigt. Die Wechselwirkung in andere Branchen nahm zu.  Der Sitzhersteller, für Autos, verkauft natürlich auch die neuen starpazierfähigeren Stoffe in den Flugzeugbau und an die Eisenbahn. Da alle Zulieferer dass so machen, kann die Flugzeugindustrie auch schneller und billiger neue Flugzeuge bauen. Genau so im Eisenbahnbau. Die Systeme wachsen immer schneller und nahtloser zusammen und heizen den Wirtschaftskreislauf immer stärker an. Die positiven wie die negativen Interdependenzen nehmen zu. Da aber der Mensch, der Kunde, nur eine bestimmte Geschwindigkeit mit diesem System mithalten kann und will. Wer will sich schon alle sechs Monate ein neues Auto kaufen? Muss dieses System unweigerlich immer wieder an seine Grenze stossen und kollabieren. Schon alleine, weil sich nicht alle Systeme genau so schnell und flexibel entwickeln. Zum Beispiel Tarifverträge (Kündigungsgesetze, Arbeitszeiten), Flexibilität (Umzug), Wissen (Weiterbildung), Infrastruktur (Strassenbau, Bahnkapazität), der Wunsch/Wille zum wechseln, etc.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Analyse- und Steuerungsmöglichkeiten, um diesen Schwankungen entgegen zu treten, sind sowohl technisch wie politisch nicht vorhanden oder auf einem Niveau das der Entwicklung weit hinterher hinkt. Eigentlich hätte es hier ein riesiges Betätigungsfeld für die internationale Politik gegeben. Die führenden Köpfe haben sich aber lieber mit Verteilungskämpfen beschäftigt. Wer bekommt wo Oel? Wer bekommt wo welches Land? Wer hat welche Raketen? Die Auswirkungen, die jetzt die gesamte Menschheit aus dieser oberflächlichen Politik tragen muss, sind weit grösser als wenn die USA unter einem höheren Oel-Preis zu leiden gehabt hätte, weil sie den Irak nicht angegriffen hätte. Die Politik denkt immer noch in Dimensionen der sechziger Jahre und lokal bzw. national, die Wirtschaft ist aber bereits um exponentielle Stufen weiter, handelt global und international. Wie will das die Politik aufholen? Welche Strategien und Konzepte sind dafür vorhanden. Fast keine.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Notwendigkeit internationaler Vereinbarungen wird eine zunehmende Rolle in diesem System spielen, wollen wir nicht unseren Wohlstand aufs Spiel setzen. Und, im Grunde, kann man solchen Entwicklungen nur mit einem &#8220;quasi&#8221; planwirtschaftlichen Modell begegnen. Um heftige Schwankungen abzumildern müssen Systeme mit Regeln verwendet werden, an die sich die wichtigsten Teilnehmer halten.  Das heisst, wir müssen umdenken. Von der grossen Freiheit einiger Weniger, hin zur Stabilisierung der Weltwirtschaft. Wenn wir das nicht tun, werden die nächsten Krisen so heftig werden, dass sie nur durch Kriege lösbar sind. Und daraus resultiert die Frage, wollen wir jetzt Regelungen in Kauf nehmen, die den einen oder anderen etwas einschränken oder wollen wir es auf das Risiko ankommen lassen, alles aufs Spiel zu setzen?</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn wir aber internationale Regeln aufstellen um die Schwankungen im Zaum zu halten, stellt sich die Frage, wer hat davon Vorteile, wer nicht und wer bezahlt dafür. Teilweise gibt es ja schon Regelungen die mit Steuergeldern oder Abgaben finanziert werden. Jedoch zahlen diese Gelder viele, aber die Vorteile durch diese Regelungen haben nur wenige. Manche Politiker behaupten ja, indirekt würden sich dann die Vorteile auch für die anderen lohnen, z.B. durch Arbeitsplatzsicherheit. Das ist aber nur ein schwacher Trost, denn direkt hat es für manche, vor allem Reiche, sehr positive Auswirkungen. Und wenn man erst einmal einen Sockel von mehreren Tausend oder Millionen Euro hat, dann lässt es sich leicht leben. Das kann man z.B. ganz einfach an den Agrarsubventionen oder der indirekten Subventionen für Pharmabranche, Banken und Automobilindustrie in Europa und den USA sehen. Internationale Regelung für die Abschwächung von starken Wirtschaftsschwankungen müssen vor allem für den einzelnen Menschen gestaltet werden, ein Vorteil bildet sich dann für die Grossen immer noch.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">

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		<title>Der (neue) Sozialismus wird die Welt erobern!?</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Dec 2007 14:46:58 +0000</pubDate>
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<p>Der internationale, politische Druck durch den früheren Ostblock ist schon lange zusammen gebrochen. Und, damit auch die Fahne des &#8211; und Ermahnung an den Sozialismus. Das Gleichgewicht ist verloren. Geld regiert nun die Welt. Selbst Länder, wie Deutschland, deren Tugenden einst das Denken beinhalteten, die Ausgewogenheit verlangten, die systematisch und in sich ruhend vorgingen, sind der Hysterie des gierigen Geldmachens verfallen. Man merkt es schon wenn man, egal welche, Fussgängerzone in Deutschland betritt. Freundlichkeit ja, Ellenbogen ja, Hektik ja, Praktikanten ja, niedrige Gehälter ja. Selbst Politiker die in so genannten &#8220;christlichen&#8221; Parteien Karriere machen und bis an die Spitze vordringen, kennen kein wenn und aber.</p>
<p>Der der Reich ist soll noch reicher werden, der der arm ist soll nur noch mehr zahlen und sich tief ducken. Der der Arbeit hat, dem geht es gut. Der Rest ist egal. Das ist die Devise einer Frau Merkel und Co. Im Schulterschluss mit Herrn Bush, Sarkozy und vielen anderen Führern der westlichen Welt. Herr Sarkozy titulierte &#8220;seine&#8221; Gastarbeiter aus den ehemaligen Kolonien, die seit drei Generationen in Vororten von Paris vegetieren, als &#8220;kriminelle Schmarotzer&#8221;. In der Schweiz sind es &#8220;schwarze Schafe&#8221;. In Amerika die &#8220;dummen Schwarzen&#8221;. <span id="more-95"></span></p>
<p>Dieser Tage kann man es in allen Nachrichten sehen und lesen. Ob eine Berufsgruppe, wie die Zugführer in Deutschland, berechtigt, für eine verantwortungsbewusste Position auch eine verantwortungsbewusste Entlohnung verlangt. Und der haarsträubenden Gegenargumente eines Herrn Mehdorn der dann noch versucht seine Kunden, die Fahrgäste, emotional auf seine Seite zu ziehen. Ob eine Frau Merkel und Konsorten von der Weltbühne die gesamte Klimadiskussion und ihre Auswirkungen auf den Schultern der Armen der Welt austragen will. Oder ob man die Bootsflüchtlinge auf den Kanarischen Inseln beobachtet. Die Signale sind verehrend. Arm und Reich driften so stark auf der Welt auseinander, wie noch nie.</p>
<p>Es gibt keinen Einhalt gebietenden individualistischen Sozialismus-Block mehr, es gibt viel viel mehr Wohlstand und Geld zu verteilen, es ist viel leichter möglich viel mehr Geld zu machen, wenn man denn erst mal eins hat. Jedem stehen heute alle möglichen Dienste weltweit, jederzeit zur Verfügung noch mehr Geld zu machen. Aber eben nur wenn man welches hat. Der der keine Sicherheiten hat bekommt keinen Kredit (Basel II). Alle Dinge die den bevorzugen und beschützen, der bereits Geld hat und noch mehr haben möchte, sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten massiv ausgebaut, perfektioniert und abgesichert worden. Die Blockaden und Hemmnisse für Leute die nichts haben sind auch massiv ausgebaut, perfektioniert und abgesichert worden. Beides sind dynamische Systeme die in sich selbst weiter progressiv wachsen. Das ist die Schere die auseinander geht. Reich und Arm trennt sich immer mehr, die Mittelschicht wird aufgelöst.</p>
<p>Sicher, hierzulande muss (fast) keiner hungern, oder ohne Dach über dem Kopf schlafen gehen. In Afrika, Süd-Amerika oder im Osten sieht das schon anders aus. Aber auch hierzulande wird einem jungen Menschen die Chance geraubt, nach oben zu kommen. Natürlich werden jetzt viele sagen, aber er kann doch frei lernen, er kann sogar kostenlos studieren. Und die viele Unterstützung, die es gibt. Wir wissen alle, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Ein Sohn, dessen Vater reich ist und deshalb Beziehungen hat, wird es immer leichter haben einen Posten zu bekommen. In vielen Ländern geht diese Diskriminierung ja schon bei der Nationalität los, warum sollte es dann bei Beziehungen anders sein. Und diese Dinge sind heute entscheidend, nicht mehr das Geld zum lernen. Ohne Beziehung kein guter Job.</p>
<p>Durch die Modernisierung werden immer mehr Arbeitskräfte überflüssig. Auch das führt dazu, dass der Konkurrenzkampf unter den &#8220;Armen&#8221; grösser wird. BMW will nächstes Jahr ca. 8.000 Menschen in Deutschland entlassen. Für mich stellen sich dabei mehrere Fragen. Einmal, BMW muss ja die letzten Jahr sehr unproduktiv gearbeitet haben, wenn sich jetzt herausstellt, dass sie bei steigendem Umsatz und Verkaufszahlen, also auch höherer Produktion, mit weniger Leuten auskommen können. Als Aktionäre würde ich mich ganz schön betrogen vorkommen. Weiter, die Entlassungen sollen über Fluktuation und Auflösung von Arbeitsverträgen mit Leiharbeitern durchgeführt werden. Angenommen, der normale Ingenieur bekommt bei BMW 8.000 Euro im Monat. Für den Leiharbeiter zahlt man sicher nur 7.000 Euro (wenn überhaupt), die Leiharbeitsfirma zahlt dem Angestellten aber nur 5.000 Euro und sackt die Differenz von 2.000 ein. Meist sind da nur drei oder vier Leute mit der Vermittlung von hunderten Ingenieuren beschäftigt. Also ein Millionen Ding.<br />
Jetzt sollen also die, die ordentliche Arbeit geleistet haben, aber im Verhältnis das Wenigste dafür bekommen haben, auch noch ganz auf ihren Job verzichten? Oder zahlen die Leiharbeitsfirmen grosszügige Übergangsgelder?<br />
Schauen  Sie sich die fetten BMWs an.  Die kann sich sowieso bald nur noch der leisten, der zum reichen Teil der Gesellschaft gehört. Früher war ein 3er ein Mittelklassewagen, heute ist es eine Luxuslimousine.</p>
<p>Jetzt will man sogar den Armen noch die Kinder nehmen. Damit sie für wenig Geld ordentlich Arbeiten können, braucht man Frauen und Männer ohne Kinder. Kinder braucht man aber auch. Also sollen diese welche bekommen, erzogen werden sollen sie aber vom Staat, sprich den Reichen. Natürlich in dem Sinne, wie die mögen. Damit sie später einmal alle brave, willige und günstige Arbeiter werden. In manchen Ländern redet man den Kindern ja sogar ein, dass ihr Dialekt sie von den anderen unterscheidet und zu etwas besonderem macht. Dass sie damit aber schlechtere Aussichten auf dem internationale Arbeitsmarkt haben, sagt man ihnen nicht. Vom wem kommt da wohl diese Erziehung und welche Absichten stecken dahinter?</p>
<p>So und nun machen wir einen Strich und stellen uns vor, das alles geht so die nächsten zehn, zwanzig Jahre weiter. Die Welt wird immer kleiner. Die Reichen werden immer reicher, die Armen werden immer ärmer. Der Druck nimmt zu, weil die Dienste nicht mehr erfüllt werden können. Denken sie nur an die Altenpflege. Was ist die politische Konsequenz?</p>
<p>Es ist selbstredend, der Drang und Wunsch nach sozialistischen Systemen, nach einem Ausgleich wird zunehmen. Das Volk der Armen wird es sich zunehmend nicht mehr gefallen lassen, immer mehr ausgebeutet zu werden. Der Wunsch nach Parteien, die sie ehrlich vertreten, wird lauter und lauter. Oskar Lafontain hat das in Deutschland, vielleicht, schon früh erkannt. Ich sage der &#8220;Linken&#8221; beste Ergebnisse voraus. Die Zukunft der Politik der Welt liegt im Sozialismus. Und nicht nur weil die Schere von Arm und Reich so stark auseinander driftet. Viele zukünftige Aufgaben lassen sich mit demokratisch, imperialistischen, konkurrierenden Methoden und Mikroorganisation einfach nicht mehr bewerkstelligen. Wer eine Atombombe haben darf oder nicht, geht uns alle an und nicht nur acht Länder. Ob und wie die Welt verschmutzt wird, geht uns alle an und nicht nur einige Länder. Wer dafür wie viel bezahlt, dass er mit Umweltverschmutzung Profit macht, geht uns alle an, und vor allem die darunter leiden und nicht die die damit Geld verdienen. Eine tatsächliche Durchführung von Massnahmen im internationale Stil erfordern mehr als nur die Zusammenarbeit von wenigen Industrieländern, die dabei auch noch Profit machen wollen.</p>

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		<title>Wunschzettel</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Sep 2007 10:57:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer von meiner Seite begeistert ist und mir einen Gefallen tun möchte, kann sich ja mal auf meinem Wunschzettel bei Amazon umsehen.]]></description>
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<p>Wer von meiner Seite begeistert ist und mir einen Gefallen tun möchte, kann sich ja mal auf meinem Wunschzettel bei <a title="Amazon Wunschzettel" href="http://www.amazon.de/gp/registry/registry.html/ref=em-si-html_viewall/303-3140358-8404203?id=1WX1QAVTEFPHU" target="_blank">Amazon</a> umsehen.</p>

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		<title>Der Unfall</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2007 12:18:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Gordian Hense (copyright) Er fuhr mit seinem Motorrad auf der Autobahn in Richtung Heimat. Es war ein wunderschöner Tag gewesen. Er war am morgen relative früh gestartet und war in Richtung Jura gefahren. Früh war für ihn, an einem freien Tag, so neun Uhr gewesen. Es war Mai und das Wetter war entsprechend der [...]]]></description>
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<p><em>von Gordian Hense (copyright)</em></p>
<p>Er fuhr mit seinem Motorrad auf der Autobahn in Richtung Heimat. Es war ein wunderschöner Tag gewesen. Er war am morgen relative früh gestartet und war in Richtung Jura gefahren. Früh war für ihn, an einem freien Tag, so neun Uhr gewesen. Es war Mai und das Wetter war entsprechend der Jahreszeit wunderschön, warm und mild, es wehte ein schwacher Wind und überall blühten die Pflanzen. <span id="more-32"></span>Der Himmel war blau und mit kleineren, weißen Wolken besetzt. Alles in allem also ein Bilderbuchtag um in der Natur unterwegs zu sein und die frische Luft zu genießen.</p>
<p>Von Zürich aus war er erst auf der Autobahn Richtung Solothurn gefahren, dann aber Richtung Moutier durch das Balsthal auf der Landstrasse weiter, danach nach Delémont und Porrentruy. Ab dort fuhr er auf vielen kleinen und kurvigen Landstrassen immer weiter Richtung Südwesten, über kleine Dörfer und durch grüne Wälder, an frischen Seen vorbei, durch ein Meer an Wiesen auf denen das Grass ungeschnitten war und der Löwenzahn über die Grasshalme hervorstach. Er glitt durch die Natur wie auf einem fliegenden Teppich, hatte das Gefühl zu fliegen oder zumindest zu gleiten und er war eins mit der Umgebung, den Bäumen und den Tieren.</p>
<p>Er beherrschte sein Motorrad fast perfekt. Seit er zum ersten mal auf einem, man muss schon sagen, motorisiertem Zweirad, saß hat er viele Jahre Erfahrung sammeln können. Damals, mit ca. 14 Jahren, hatte er sich aus verschiedenen Teilen von einem nahe gelegenen Schrottplatz ein Moped zusammen gebaut. Das war zwar, nach langem basteln, fahrtüchtig gewesen, entsprach aber keinesfalls den Vorschriften, war nicht zugelassen oder versichert und er hatte nicht den entsprechenden Führerschein, geschweige denn das erlaubte Alter. Viele technische Details funktionierten nur fragwürdig und es war eher eine Art Roulette damit zu fahren und keinen Unfall zu bauen. Trotzdem schaffte er es damit tagelang über Waldwege und schmale Strassen in abgelegenen Waldstücken umher zu fahren, ohne von der Polizei oder anderen Ordnungshütern erwischt zu werden. Dort lernte er auch die ersten Tricks, rechtzeitig Gefahren auszuweichen, richtig zu reagieren und das Gefühl für die Balance zu entwickeln, welches man braucht um später auf größeren Maschinen eventuellen Risiken richtig zu begegnen.<br />
Natürlich machte er später seinen Führerschein, auch für Motorräder und hatte, wann immer er es sich leisten konnte, neben dem Auto ein Motorrad. Während seiner Berufsausbildung und Armeezeit fuhr er lieber Motorrad anstatt ein Auto. Beides konnte er sich zu der Zeit nicht leisten. Damit war er aber auch immer den Wetterbedingungen ausgesetzt, Kälte, Regen, manchmal sogar Schnee. Meistens aber Sonne und warme Luft.</p>
<p>Nun war er mindesten fünfundzwanzig Jahre älter und hatte die unterschiedlichsten Motorräder gefahren, war mit den wildesten Gruppen umher gezogen, kannte die meisten guten Routen für Motorradfahrer in den Alpen und brauchte an das richtige Verhalten auf und mit dem Motorrad nicht mehr denken – dachte er.</p>
<p>In der Nähe von Pontarlier hatte er eine Mittagspause gemacht und in einem kleinen Bistro ein kleines Mittagessen gegessen. Er liebte die französische Küche und die lockere Art mit der die Franzosen zu leben wussten. Danach fuhr er bei Le Creux wieder über die Grenze in die Schweiz, und dann weiter nach Yverdon – les Bains. Da er heute etwas früher wieder zu Hause sein wollte, hatte er eine kürzere Strecke gewählt und fuhr auf der südlichen Seite des Neuenburgersee entlang, dann am Bieler See bis nach Biel, alles auf der Landstrasse. In Biel fuhr er auf die Autobahn und wollte über Solothurn nach Zürich recht zügig zurück.</p>
<p>Die Autobahn war recht voll und er wunderte sich darüber, denn es war noch früher Nachmittag und alle Ausflügler fuhren meistens später wieder nach Hause. Aber gut, was man nicht ändern kann, kann man nicht ändern. Er fügte sich also in den monotonen Verkehrsfluss ein. Die Autos glitten mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde dahin und er fuhr meist auf der rechten Spur von Autos eingerahmt. Wer Motorrad fährt weiß wie langweilig es einem vorkommt, auf der Autobahn mit gleich bleibender Geschwindigkeit zu fahren. Es wird schnell monoton und langweilig, ist man doch sonst gewöhnt zu bremsen und nach der Kurve wieder Gas zu geben, Schlaglöcher auszuweichen oder auf Spurrillen zu achten oder rutschige Stellen zu meiden. Man muss immer auf der Hut sein und die Gefahr wittern und rechtzeitig darauf reagieren. Nicht so auf der Autobahn, – dachte er. Hier konnte er seinen Gedanken nachgehen, vor sich hin träumen an eine Freundin denken oder wie es in seinem Leben weiter gehen sollte.</p>
<p>Vom weiten sah er schon das Problem. Zähfließender Verkehr. Die Autos stauten sich, fuhren langsamer, rollten nur noch im Schritttempo dahin. Oh Gott und sie waren noch so viele Kilometer von Zürich entfernt. Wie langweilig, erst recht für einen Motorradfahrer. Zu erst dachte er, na ja das wird sich wieder auflösen, also schön ruhig bleiben und mit dem Fluss der Autos dahin gleiten. Der zähe Verkehr aber wurde immer schlimmer, die Autos kamen zum stehen, fuhren wieder an, bremsten wieder, das war nervig. Die Sonne prallte auf seinen Helm und es wurde immer heißer darunter. Nun kamen auch andere Motorräder von hinten, die entweder auf dem Standstreifen oder zwischen den Autos hindurch fuhren. Er wusste, das ist nicht erlaubt und außerdem recht gefährlich. Denn aus der Reihe der Autos konnte immer mal ein Auto nach rechts oder links wechseln, die Tür öffnen oder sonstige Aktionen machen. Die konnten für einen Motorradfahrer schnell zur Falle werden und zu bösen Unfällen führen. Die Autos gleiten zwar nur mit langsamer Fahrt dahin, aber schon diese Geschwindigkeit reicht aus um böse Verletzungen ab zu bekommen. Also fuhr er brav weiter hinter den Autos her.</p>
<p>Der Verkehr wurde immer schlimmer und die Autos standen fast nur noch. Ihm wurde unter seinem Helm und seiner dicken Jacke immer wärmer und es wurde unerträglich. Der warme Wind war trocken und blies ihm Staub unter dem Visier in die Augen. Er wollte wieder zurück auf die einsamen Landstrassen mit dem frischen Wind und den saftigen Weiden. Aber er hing hier fest, hinter stinkenden Autos, die nur Zentimeter vorwärts kamen. Kinder in einem der Vans vor ihm streckten ihm die Zunge raus. Er dachte sich nun, wozu fahre ich eigentlich Motorrad, ich bin schmaler als ein Auto, ich kann doch auch zwischen Ihnen hindurch fahren. Ach egal, Vorschriften hin oder her, die anderen machen es ja auch, also gab er Gas und fuhr zwischen den Autos in der Mitte hindurch.</p>
<p>Es ging ganz prima. Viele der Autofahrer schauten in den Rückspiegel und sahen ihn schon vom weiten. Als Motorradfahrer fährt man ja auch immer mit Licht. Sie fuhren dann entweder nach links oder rechts um ihm etwas auszuweichen. Und um ihm eine Gasse zu bilden, durch die er hindurch fahren konnte. Es gab natürlich auch welche die mit Absicht die Lücke in der Mitte schmaler machten um ihm die Durchfahrt zu erschweren, oder die die vollkommen unaufmerksam waren und ihn gar nicht bemerkten und erst nach ein paar Minuten erschrocken und plötzlich auswichen. Dennoch kam er ganz gut vorwärts und die Autos fuhren nun auch wieder etwas schneller, so dass er seine Geschwindigkeit auch erhöhen konnte. Obwohl es jetzt wieder etwas flüssiger vorwärts ging, wollte er nicht darauf verzichten in der Mitte schneller durch zu fahren.</p>
<p>Da war er nun, der Moment auf den er sein Leben lang – nicht gewartet, aber auf den er immer hingebangt hatte. Mit einem mal. Während er in der Mitte zwischen den Autos durchfuhr wurden diese mal wieder langsamer, er nahm dieses mal kein Gas weg, die Autos bremsten und kamen zum stehen. Er fuhr noch so fünfzig, sechzig Sachen. Rechts stand ein blauer japanischer, Mittelklassewagen. Am Steuer der Vater einer Familie. Er wurde wohl von einer Wespe oder Biene belästigt und fuchtelte mit den Händen umher. Versuchte das Fenster auf zu machen um die Wespe aus dem Fenster zu jagen, was ihm misslang. Also riss er die Tür auf. Er riss die Tür auf !! Um Gottes Willen, er riss fünf Meter vor ihm die Tür auf. Nach links. Und er hatte noch fünfzig, sechzig Sachen drauf. Nach links konnte er nicht ausweichen, da war ein alter, brauner Kombi. Bremsen konnte er zwar, aber, was brachte das. Er trat natürlich instinktiv auf die Bremse, das Hinterrad blockierte und rutschte über den Asphalt. Er nahm noch die Vorderradbremse hinzu, dort konnte er aber nicht so stark zudrücken, sonst hätte das Vorderrad blockiert und er wäre gleich mit dem Motorrad gestürzt, denn es wäre nach links oder rechts weggerutscht. Also versuchte er sich ganz nah an den braunen Kombi nach links zu drücken um an der geöffneten Tür vorbei zu kommen. Er berührte ihn links schon mit seinem Knie und Oberschenkel. Er dachte gerade daran, ob er wohl an der Türklinke oder dem Spiegel des braunen Kombis hängen bleiben würde, als es rechts einen Aufschlag gab. Er war mit dem Knie an der Tür des blauen Japaners hängen geblieben. Das Bein wurde nach hinten gedrückt, er glaubte seine Hüfte zu verlieren, da das Bein so stark nach hinten gedrückt wurde. Jetzt lief alles wie in Zeitlupe ab.</p>
<p>Sein Puls schoss in die Höhe. Kennen Sie das, wenn ihnen schon einmal ein Unfall passiert ist. Sie sehen genau was passiert, glauben es aber in Zeitlupe zu sehen, als wären Sie unbeteiligt, ein Außenstehender. Sie sehen was passiert wie von einer anderen Position. Die Dinge laufen ab wie in einem Film. Es ist nicht wirklich. Sie spüren ja auch keine Schmerzen, zumindest bis der Schock vorbei ist. Wenn man dann noch lebt.</p>
<p>Durch den Aufschlag seines Knies am Rahmen der Tür wurde sein Körper rechts herumgerissen und nach oben geschleudert. Links wurde er gegen den braunen Kombi gedrückt und tatsächlich streifte er dessen Außenspiegel. Zum Glück riss der gleich ab und flog im hohen Bogen durch die Luft. Trotzdem hinterließ er eine böse Wunde am linken Arm. Er konnte sehen wie die Jacke an der Stelle zerfetzt war und gleich eine Wunde klaffte an der der Spiegel ihn berührt hat. Nun blieb sein Motorrad mit der rechten Fußraste an der Tür des blauen Japaners hängen. Der Aufprall verursachte einen Ruck der durch den Wagen und das Motorrad ging und den Wagen nach rechts drückte. Entsetzt sah nun der Familienvater nach links und erkannte erst jetzt was passiert war. Einen Augenblick lang sahen sie sich in die Augen und beide wussten was passierte und wie schlimm es werden könnte. Er dachte noch, wo ist mein rechtes Bein, wenn da schon das Motorrad am Auto hängen bleibt? Dann muss es viel weiter hinten sein. Es hatte ihn ja auch etwas gedreht, so das er sich jetzt sozusagen im Flug über seinem Motorrad mit der rechten Seite nach oben befand. Das Motorrad drehte sich immer stärker nach rechts weil es ja da mit der Fußraste hängen blieb. Dadurch wurde er auch nach rechts gedreht, nun flog er also sich drehend mit der linken Seite und dem Kopf nach vorne. Er sah zurück und sah sein rechtes Bein ungewöhnlich labil an seiner Hüfte hängen und durch die Luft wirbeln. Jetzt merkte er, dass er bereits sein Motorrad verlassen hatte und über es hinweg flog. Es drehte sich unter ihm nach rechts und kippte nach links um. Alles immer noch bei einer Geschwindigkeit von ca. fünfzig Sachen. Er blieb mit dem linken Bein am Lenker hängen. Es machte einen Ruck und einen lauten Knacks. Es war am Oberschenkel vermutlich gebrochen. Dadurch war es labil genug ihm zu folgen. Es wurde einfach durch seine Masse mitgerissen. Nun hatte er das Motorrad verlassen und befand sich im freien Flug nach vorne. Er spürte keinerlei Schmerzen.</p>
<p>Durch den Aufprall mit dem rechten Knie an der Tür des Wagens war er in eine Rechtsdrehung gebracht worden. Nun flog er also sich drehend an den beiden Wagen, dem alten, braunen Kombi und dem blauen Japaner vorbei in Richtung der davor fahrenden oder besser, jetzt stehenden Wagen. Rechts stand ein größerer, schwarzer Geländewagen und links ein <span class="caps">VW </span>Golf. Das Motorrad rutschte hinter ihm auf der linken Seit her und verkeilte sich unter dem Heck des Geländewagens und wurde weiter herumgerissen. Dabei machte es durch das Schleifen auf dem Asphalt unglaubliche kreischende Geräusche. Er war jetzt bereits soweit in der Luft gedreht, dass er fast mit dem Rücken und dem Hinterkopf nach vorne flog. Nach einigen Metern schlug er mit dem Rücken und dem Kopf auf dem Asphalt auf. Zum Glück hatte er ja seinen Helm auf, der ihn vor härteren Verletzungen schützte. Er rutschte weiter. Im Flug hatte er den Geländewagen leicht gestreift und wurde durch den leichten Aufprall nach links geschleudert. Jetzt rutschte er also, immer noch wahrscheinlich mit ca. vierzig Kilometer pro Stunde, auf den <span class="caps">VW </span>Golf zu der links stand. Er spürte wie er mit dem Kopf am Hinterrad des Wagens aufschlug. Durch die Wucht des Aufschlags wurde sein Kopf nach oben gedrückt. Sein Körper drückte nach und er dachte wie lange er die Biegung des Halses wohl noch aushalten könnte. Dann machte es einen Knack und augenblicklich war es still und dunkel um ihn.</p>

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		<title>Der Tag des Indianers</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2007 12:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Gordian Hense (copyright) Das Wasser glitzerte in der Morgensonne. Der See lag ruhig da, nur der leichte Wind blies ein paar kleine Wellen auf dem Wasser vor sich her. Das Schilf auf der anderen Seite des Ufers rauschte im Wind und die Bäume von dem dahinter liegenden Wald bogen sich sanft. Es war ein [...]]]></description>
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<p><em>von Gordian Hense (copyright)</em></p>
<p>Das Wasser glitzerte in der Morgensonne. Der See lag ruhig da, nur der leichte Wind blies ein paar kleine Wellen auf dem Wasser vor sich her. Das Schilf auf der anderen Seite des Ufers rauschte im Wind und die Bäume von dem dahinter liegenden Wald bogen sich sanft. Es war ein friedlicher Morgen und die letzten Tage ware ebenso verlaufen.<span id="more-31"></span></p>
<p>Er hockte am Ufer und formte beide Hände zu einer Mulde, tauchte sie in das Wasser, hob sie wieder und trank daraus. Das Wasser war frisch und schmeckte etwas nach dem Laub das auf dem Grund am Ufer lag. Dann tauchte er die Hände noch einmal ein und wusch sich mit dem Wasser. Es war erfrischend und weckte ihn immer mehr auf. Er zog sich weiter aus, bis er nackt war und ging langsam in den See hinein. Der Boden verlief flach und nur langsam kam er in tieferes Wasser. Als er nur noch bis zur Hüfte aus dem Wasser schaute, nahm er die Wurzel die er mitgebracht hatte und begann sich damit abzureiben. Er hatte die Schale der Wurzel am Ufer mit dem Messer abgezogen, so das der Saft an die Oberfläche kam. Dieser Saft zusammen mit der fasrigen Oberfläche benutzte er zum waschen. Er wusch damit den Dreck und Schweiß der letzten Tage ab. Seine Frau und Kinder hatten ihn schon nicht mehr riechen können.</p>
<p>Sie hatten gejagt und für die nächsten Wochen genug Fleisch beschafft. Die Frauen hatten zusammen mit den Kindern Früchte, Nüsse, Wurzeln und Knollen gesammelt. Danach hatten alle zusammen die erlegten Tiere – Rehe, Kaninchen und Wildschweine – gehäutet und zerlegt. Das was man nicht haltbar machen konnte wurde gleich am offenen Feuer gebraten und gegessen. Der Rest wurde in Salz eingelegt oder in Blätter eingewickelt, die das Fleisch haltbar machten. Den Trick mit dem Salz hatten Sie von den Weissen gelernt, die zunehmend in ihr Gebiet einsickerten und ihnen alles mögliche versuchten zu verkaufen. Das Salz nahmen sie gerne, da sie es selber nie in solchen Mengen beschaffen konnten, aber an den anderen Dingen, die die Weissen ihnen anboten, waren sie nicht interessiert. Sie waren oft vollkommen überflüssig und nur zum Vergnügen da. Gegen das Salz tauschten sie Felle, auf die die Weissen gierig waren. So hatten sie jetzt auch wieder Felle von den erlegten Tieren gesammelt. Die besseren hatten sie für sich zur Seite gelegt um daraus Schuhe oder Kleidung zu machen. Die anderen waren immer noch gut genug sie den Weissen zu verkaufen. Diese primitiven Weissen konnten ein gutes Fell nicht von einem schlechten unterscheiden. Aber das war ihm egal. Was ihm Angst machte war, dass immer mehr Weisse aus dem Osten zu ihnen kamen. Sie hatten keinen Respekt vor der Natur und erst recht nicht vor anderen Menschen, besonders ihnen den Indianern. Und, es waren einfach viel zu viele.</p>
<p>Es kamen immer mehr seines Stammes an den See um sich zu waschen oder zu baden. Die Frauen mit den Kindern etwas abseits, die Kämpfer und Führer des Stammes in seiner Nähe. Die nackten Körper waren schön anzusehen, in der Morgensonne, nass und von der Sonne braun gebrannt. Sie waren stolz auf ihren Stamm. Sie hatten fast nur schöne Frauen und junge, kräftige Kämpfer. Das Verhältnis zwischen Alt und Jung war genaus so wie es sein sollte. Zwei Drittel Junge sorgten für ein Drittel Alte, die nicht mehr jagen oder kämpfen konnten. Ausserdem hatten sich bei ihnen noch keine Krankheiten eingeschlichen oder bemerkbar gemacht, wie das bei anderen Stämmen schon manchmal vorkam.</p>
<p>Sein Name war Ina‘li, was soviel wie „Schwarzer Fuchs“ im alten Cherokee – Dialekt bedeutete. Sie befanden sich an einem See der heute im <span class="caps">US </span>Staat North Carolina liegt. Das Gebiet heisst heute „Black Bear Cove“ bei der kleinen Stadt Marion, zwischen Asheville und Hickory.</p>
<p>Der See war ein kleiner See der heute zu dem aufgestauten „Lake James“ gehört. Damals war er natürlich nicht aufgestaut und nahm nur einen kleinen Teil des heutigen Sees ein. Es war ein flacher See der in einer Senke durch Regenwasser und Wasser aus dem angrenzenden Gebirgen den Appalachen über Bäche zusammen kam. Das Ufer war mit Schilf bewachsen und es ging von den angrenzenden Wiesen flach in das Wasser über. Weiter untern floss das Wasser des Sees in einen kleinen Bach.</p>
<p>Sie hatten ihre Tipis und das Dorf oberhalb des Sees, in Richtung der Appalachen aufgebaut. Die meisten Zelte direkt an den dahinter liegenden Wald und die Öffnung des Dorfes in Richtung des Sees und der davor liegenden Wiese. Das hatte mehrere Vorteile. Durch den dichten Wald im Rücken waren sie durch unerwartete Besuche gut geschützt. Er war so dicht, dass es schwer war von dort unbemerkt an das Dorf heran zu kommen. Auch grössere Tiere wagten es nicht von dort in das Dorf einzudringen. Zusätzlich benötigte jeder im Dorf auch mal eine Gelegenheit sich der Dinge zu entledigen, bei der man nicht gerne beobachtet wird. Das geschah weiter hinten im Wald. Der dichte Wald bot dafür viele Möglichkeiten und man konnte es so anstellen, dass es nicht bis in das Dorf roch. Die näheren Bäume wurde zum Aufhängen diverse Gegenstände benutzt, die man nicht im Zelt aufhängen konnte oder wollte. Die Mitte des Dorfes öffnete sich zu der Wiese an dem See. Es war ideal gelegen. Hinter ihnen der Wald, vor ihnen der See und offene Zugänge waren nur an den Ufern des Sees oben und unten. Diese konnte man leicht aus dem Augenwinkel kontrollieren.</p>
<p>Links neben ihm sah er seine Frau – Iskagua, was so viel heisst wie „klarer Himmel“. Sie hatten ihr den Namen gegeben, weil sie blaue Augen hatte, was unter den Indianern sehr ungewöhnlich war. Ihre Mutter meinte, es sieht so aus als würde sich der klare Himmel darin spiegeln. Deshalb gaben sie ihr den Namen. Er gefiel ihm und auch die Frau die den Namen trug. Sie war bildhübsch mit ihren langen braunen Haaren, den blauen Augen und der noch guten Figur. Sie hatte ihm immerhin schon fünf Kinder geschenkt und trotzdem konnte sie es immer noch von den Formen mit den anderen jungen Mädchen im Dorf aufnehmen. Leider waren von den fünf Kindern in den vergangenen Jahren drei gestorben, nicht ungewöhnlich bei dem rauen Leben das sie führten. Jetzt in der Morgensonne wusch sie sich etwas abseits aber in seiner Nähe, nackt im Wasser des Sees. Es war gut anzusehen und er freute sich auf den Abend wenn er wieder mit ihr im Tipi sein konnte. Er warf ihr einen liebevollen Blick zu und sie freute sich darüber, das konnte man sehen.</p>
<p>Ihre beiden Kinder waren Witokape (die Erstgeborene) und Caske (der Erstgeborene). Sie waren jetzt schon sechs und vier Jahre alt. Später, wenn sie älter wären, würden sie vielleicht andere Namen bekommen, abhängig von ihrer Art oder einem Ereignis das auf sie zutraf. Aber jetzt wurden sie so genannt. Sie wuschen sich dicht bei ihrer Mutter im niedrigeren Wasser. Witokape würde einmal genau so hübsch wie ihre Mutter werden, sie hatte auch blaue Augen und die gute, kräftige aber schöne Figur. Caske kam mehr nach ihm und war das zweite Kind. Er war Gott sei Dank ein kräftiger Kerl und hatte ihm die Ehre gemacht am Leben zu bleiben. Er ist, bis jetzt, sein einziger männlicher Nachkomme, was in ihrem Stamm wichtig ist. Die anderen drei Kinder, ein Mädchen und zwei Jungen, die seine Frau von ihm bekam, waren alle entweder in dem folgenden Winter wegen Kälte oder Hunger oder durch einen Unfall gestorben. Es war bei ihnen nicht ungewöhnlich, das viele Kinder starben. Sein bester Freund „ Adahy“ (Lebt im Wald) hatte mit seiner Frau „Adsila“ (Blüte) noch kein Kind über den ersten Winter gebracht. Sie hatten schon sechs Kinder verloren. Er fühlte Trauer mit ihnen, aber es war der Weg der Natur. Der kräftigere, stärkere oder geschicktere überlebte und die anderen starben. Selbst wenn sie gewollt hätten, hätten sie solchen Kindern nicht helfen können. Sie hatten es auch alle akzeptiert. Die Natur war so und es hatte auch seine guten Seiten. Hätten sie mehr schwächere in ihrem Stamm, müssten die anderen zunehmend darunter leiden und der ganze Stamm käme dadurch vielleicht in Schwierigkeiten. So wie es bei den befreundeten Cheyenne auf der anderen Seite der Appalachen war. Die konnten nicht mal mehr zwischen ihren Jagdgründen hin und her ziehen, weil sie so viele Alte und Schwache haben. Dadurch hatten sie weniger Fleisch und selbst die stärksten Jäger waren nach einer kurzen Zeit so entkräftet, dass sie sich ein ganzes Jahr an einem Ort erholen mussten. Ina‘li glaubte, sie alle werden den nächsten Winter nicht überleben.</p>
<p>Er hatte, bevor er zum See ging, das Feuer vor dem Zelt neu entfacht und dicke Holzscheite darauf gelegt. Wenn er zurück kam, würde das Feuer schön brennen und die Glut wäre genau richtig um die Knollen und das Kanninchenfleisch kurz anzubraten um sie als Frühstück zu essen. Er rief seiner Frau zu „Iskagua, bringst Du auf dem Rückweg zum Zelt das Fell des Hirschen mit, dass ich erlegt habe?“ Und sie nickte. Er wollte es nach dem Frühstück bearbeiten und Schuhe für Ihn und seine Familie für den Winter daraus machen. Die Bearbeitung des Fells war Arbeit der Frauen, aber daraus später Schuhe zu machen, war genauso seine Arbeit wie die seiner Frau. Sie mochte es nicht und deshalb machte er es. Es sollten gute, warme Schuhe werden. Das war wichtig. Im letzten Winter hatten alle ihre Schuhe nicht richtig gehalten und beinahe wären sie deswegen krank geworden. Diesen Winter sollte das anders sein.</p>
<p>Und dann kamen sie. Vom Weiten hörte man die Hufe der vielen Pferde. Hufe mit Metallbeschlag. Keine Indianerpferde. Es kamen die Weissen. Mit Gewehren. Mit Pistolen. Mit bösen Gedanken. Der Himmel wurde rot und er wusste nicht warum sie so bestraft werden sollten …</p>

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		<title>Einer mehr als 07/14</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2007 12:16:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Gordian Hense (copyright) Die Erde ist eine Wiese. Auf der rechten Seite ragt die Maschine in den Himmel. Stahlblau, aus hartem Material ist sie. Wie ein riesiger Wolkenkratzer sieht sie aus. Kleine Gucklöcher erlauben den Menschen nach draussen zu schauen. Bei den milliarden Menschen gelingt das aber nur wenigen. Dafür gibt es zu wenige [...]]]></description>
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<p><em>von Gordian Hense (copyright)</em></p>
<p>Die Erde ist eine Wiese. Auf der rechten Seite ragt die Maschine in den Himmel. Stahlblau, aus hartem Material ist sie. Wie ein riesiger Wolkenkratzer sieht sie aus. Kleine Gucklöcher erlauben den Menschen nach draussen zu schauen. Bei den milliarden Menschen gelingt das aber nur wenigen. Dafür gibt es zu wenige Fenster und ausserdem keine Zeit um einen Blick zu wagen.<span id="more-30"></span></p>
<p>Links, neben der Maschine auf der Wiese ist es schön grün. Gras und Blumen blühen, ein Bach plätschert vor sich hin und Berge und Täler liegen friedlich in der Sonne da. Eine wunderschöne Natur bietet sich denjenigen, wenigen Menschen die dort leben.</p>
<p>Der Platz den die Maschine auf der Erde einnimmt ist genau so gross wie der Platz den die Wiesen und Wälder daneben einnehmen. Nur, in der Maschine leben neunzig Prozent der Menschen, die es auf der Erde gibt. Tag ein, Tag aus treten sie in den blauen, grünen und gelben Rädchen der Maschine ihre Runden, oder besser treiben die Rädchen durch ihr Gewicht und das Vorwärtslaufen an. Das müssen sie. Gibt ihnen doch die Maschine ihr täglich Brot, ihr Wasser zum leben und den Luxus den sie meinen haben zu müssen. Und, die Maschine muss wachsen. Wachsen in die Höhe, denn in die Breite geht nicht. Also treten sie alle in den Rädchen damit die Maschine wächst und noch mehr von ihnen aufnehmen kann, die wieder Rädchen drehen.</p>
<p>Das war schon mit den Eltern so und deren Eltern und deren Eltern. Angeblich hatten mal vor urlangen Zeiten ein paar Menschen die Möglichkeit sich zu entscheiden. Sich zu entscheiden ob sie in der Maschine bleiben wollten oder ob sie auf der Wiese neben der Maschine leben wollten. Aber den meisten schien das zu gewagt. Auf der zwar schönen Wiese wusste keiner vorher wovon er leben sollte. Wer gab ihm sein Essen? Wer gab ihm etwas zu trinken? Waren dort auch andere mit denen man Kontakt aufnehmen konnte. War man da wohlmöglich ganz alleine? Sie wussten es nicht, und bevor sie sich trauten nachzusehen, wollten sie lieber in der Maschine bleiben. In der Sicherheit. In den Regeln, da wo andere dafür sorgen das es einem gut geht.</p>
<p>In der Maschine wussten sie genau wie das Leben verlief. Nachdem man gelernt hatte wie die Rädchen anzutreiben sind, musste man erst einmal ein paar Jahre in den grossen Rädchen mit vielen anderen zusammen laufen. Später, wenn man älter wurde und mehr Erfahrung mit dem richtigen Gleichgewicht beim Laufen in den Rädchen hatte, wurde man in ein kleineres mit weniger Menschen angetriebenes Rädchen versetzt. Wenn man Glück hatte und sehr gut in seinem Job war könnte man auch spät an seinem Lebensende erreichen in ein eigenes Rädchen steigen zu dürfen. Das man selber steuern durfte. Natürlich nur im Rahmen der Regeln der Maschine. Und die, die waren streng.</p>
<p>Die Menschen auf der Wiese hatten vor Urzeiten entschieden nicht in der Maschine zu leben. Sie glaubten das ihr Leben wichtiger wäre als es an eine schnöde Maschine zu vergeben. Natürlich, die Maschine gab vielen Menschen Platz und Essen und andere Annehmlichkeiten. Das war aber nur der eine Teil. Der andere Teil der Maschine verlangt Unterwürfigkeit, Disziplin, Anpassung, Konformität und keine Kritik. Auf keinen Fall Kritik.</p>
<p>Sie, auf der Wiese, hatten aber bald bemerkt, das man auch dort ganz gut leben konnte. Wenn es nicht so viele Menschen gab, konnte man von dem was die Natur so bot sehr gut leben. Es musste nur ein Gleichgewicht zwischen der Anzahl der Menschen und dem was die Natur bot geben. Dann funktionierte die Sache prima. Ab und zu kamen aus der Maschine Menschen. Menschen die erkannt hatten was das für eine Maschine war. Menschen die erkannt hatten das sie die Maschine nicht brauchen um zu überleben. Das irgend jemand einmal den Menschen eingeredet hatte, sie bräuchten diese Maschine. Wahrscheinlich waren es einmal die gewesen die oben, ganz weit oben in den goldenen Rädchen ihre Runden drehten. Die auch mal aussteigen konnten. Denen die Trauben in den Mund gehängt wurden. Die Pausen machen durften wann immer sie wollten. Ihnen hatten sie das System der Maschine zu verdanken. Und so fristeten ab diesem Zeitpunkt die meisten Menschen ein erkleckliches Dasein in der Maschine mit den vielen Rädchen. Und sie wussten es nicht einmal. Sie wussten nicht das sie der Teil von 08/15 sind, nämlich 07/14, eben einer weniger.</p>

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