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	<title>Gordian Hense &#187; Menge</title>
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	<description>Wirklich reich ist, der mehr Träume in der Seele hat, als die Realität zerstören kann.</description>
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		<title>Spirituelle Konsequenz ist das Ergebnis unseres Handelns</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 15:17:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den letzten Jahren habe ich mich stark mit mir und meinem Leben auseinander gesetzt. Dem Sinn des Lebens allgemein aber auch speziell meinem natürlich. Dabei sind mir einige Dinge klar geworden, die ich hier gerne einmal aufschreiben möchte. Vielleicht helfen sie dem einen oder anderen anders über sein Leben nach zu denken. Als Grundvoraussetzung [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-640" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="jin-jang" src="http://www.hense.com/wp-content/uploads/2010/04/jin-jang.png" alt="" width="100" height="100" />In den letzten Jahren habe ich mich stark mit mir und meinem Leben auseinander gesetzt. Dem Sinn des Lebens allgemein aber auch speziell meinem natürlich. Dabei sind mir einige Dinge klar geworden, die ich hier gerne einmal aufschreiben möchte. Vielleicht helfen sie dem einen oder anderen anders über sein Leben nach zu denken.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Grundvoraussetzung muss ich einen Gedanken als Basis voraus erklären. Die Menschheit ist einige Millionen Jahre alt. Es kommen immer wieder neue Nachrichten, in denen das Alter der Menschen aufgrund von Funden neu berechnet werden muss. Einige sind der Meinung es sind 2 Millionen, es gibt aber auch Forscher die sprechen von vier oder sogar sechs Millionen Jahren. Das sind lange Zeiträume. Den modernen Homo sapiens soll es seit ca. zweihunderttausend Jahren geben. Vor den Ansiedlungen, der planmässigen Landwirtschaft und später der Industrialisierung rund um 1900 herum, waren die Menschen Sammler und Jäger. Sie zogen meist in Sippen oder Gruppen in der Landschaft herum auf der Suche nach Nahrung. In diesen Zeiten wurden die Menschen vielleicht 25 oder 30 Jahre alt, wenn überhaupt. Das lag an vielen Dingen wie der Ernährung, Verletzungen, Hygiene und fehlender Medizin. Bis in den Anfang des 1900 Jahrhunderts galten Menschen über 40 oder 45 Jahre als &#8220;Greise&#8221; und &#8220;Weise&#8221;. Erst seit ca. 60-70 Jahren entwickelt sich, vor allem in den Industrienationen, das Lebensalter der Menschen enorm nach oben. Heute wird in den Statistiken von einem durchschnittlichen Lebensalter in diesen Ländern von über 80 Jahren gesprochen. Das ist doppelt so alt, wie die Menschen Millionen von Jahren vorher wurden.<span id="more-639"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Medizin und Lebensbedingungen sorgen dafür das dieser Prozess weiter zunehmen wird, also die Menschen in Zukunft noch viel älter werden. Dabei ist aber folgendes zu berücksichtigen. Die Menschen haben viele Kenntnisse diesen Verhältnissen angepasst. Schüler müssen heute drei mal so viel Stoff aufnehmen wie vor sechzig Jahren. Arbeiter müssen heute doppelt so viel wissen wie vor sechzig Jahren. Die allgemeine Belastung durch Institutionen und Anforderungen ist um einige Faktoren gewachsen. Hätten Sie vor sechzig Jahren jemanden eine Steuererklärung vorgelegt, die heute üblich ist, er wäre damit nicht ohne Hilfe zurecht gekommen. Vor sechzig Jahren wären die Menschen schon wegen der Menge an Anforderungen &#8211; die heute üblich sind &#8211; an den Rand der Psychose getrieben worden. Man kann diese Entwicklung nicht mit der Bemerkung &#8220;die Zeiten ändern sich halt&#8221; abtun. Verglichen mit der Belastung eines Neandertalers &#8211; ist unsere heutige, psychische Belastung tausend mal höher. Und wir tun so als ob das normal sei. Ein Gehirn starb früher nach 40-50 Jahren, heute muss die Psyche 80 Jahre und mehr Erfahrungen verarbeiten, erdulden, ertragen und darauf basierend Entscheidungen treffen. Die Zahl der Psychotherapie &#8211; Praxen wächst, unter anderem, deswegen sprunghaft an.</p>
<p style="text-align: justify;">Parallel dazu hat sich unser &#8220;spirituelles&#8221; Wesen kaum weiter entwickelt. Die Lehren Buddhas, der Christen oder des Islam haben sich kaum verändert. Auch wurde die Heranführung der Menschen an diese Themen kaum weiter entwickelt. Die Gesellschaft hat ihren Wirtschafts- und Lebensraum parallel neben einem geistlichen geschaffen, die nichts miteinander zu tun haben. Im Gegenteil, die Kluft ist grösser geworden.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute entsteht aus der Not mehr Spiritualität als die Institutionen jeher schaffen konnten. Und das nur, weil die Menschen merken, dass die Systeme die wir haben an ihre Grenzen stossen. Arbeitskräfte sollen immer jünger und billiger sein, die Menschheit wird aber immer älter und teurer. Der Anteil der Menschen in höherem Alter wird zunehmen. Das heisst, dass immer weniger junge Menschen, mehr lernen und arbeiten müssen um den Apparat am Laufen zu halten der uns alle ernährt. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit und führt zu immer stärker werdenden Konflikten. Diese Konflikte schwelen jetzt noch unter der Oberfläche, werden aber in den nächsten Jahren rapide anwachsen und zu direkten physischen Auswirkungen führen.</p>
<p style="text-align: justify;">Immer mehr Ältere kommen durch die längere Lebenszeit und die aktuelle Lebensart in Situationen in denen sie dringend Auswege finden müssen. Da es keine gesellschaftliche Diskussion zu diesen Themen gibt und auch keine Lösungsansätze, wenden sich die Menschen konsequenter Weise immer mehr der Spiritualität zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Sie verlassen den Lebens- und Arbeitsraum, entweder direkt gezwungen durch Entlassung oder eigener Entscheidung &#8211; oder auch wegen eigenem Druck, Erlebnisse in der Familie, der Ehe oder dem sozialen Umfeld. Es gibt geradezu einen Exodus von Menschen in höherem Alter die eine neue Umgebung und Situation zum Leben und &#8220;dasein&#8221; suchen. Sie verkaufen ihr Haus, wenn sie eines haben, oder anderen Wertgegenstände. Die vermeintlich Glücklichen sind die, die sich einen Bungalow in Spanien kaufen und von Erspartem leben. Die &#8211; vielleicht &#8211; weniger Glücklichen tauchen unter in einem Zimmer mit Bett in den Bergen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt verschiedene Religionen die diese Zuspitzung der Lage und damit die konsequente, zunehmende Spiritualität vorher gesagt haben. Ein Beispiel ist der <a href="http://www.21dezember2012.org/mayakalender.html">Maya-Kalender</a>. Er endet am 21.12.2012 &#8211; bzw. beginnt von neuem. Von einigen Menschen wird dieser Zeitpunkt als Weltuntergang interpretiert, andere sagen einfach eine enorme Bewusstseinsveränderung der Menschen ab diesem Datum voraus. Jeder der logisch denken kann, sieht natürlich Parallelen. Geht die weltliche Entwicklung so weiter, kann es konsequenter Weise zu einer stärkeren Hinwendung zu Spiritualität, als Ausgleich zum Spannungsfeld in der &#8220;alten&#8221; Gesellschaftsstruktur, kommen. Da kann man sicher die Frage nach dem, was war eher da &#8220;das Huhn oder das Ei&#8221; stellen. Wahr ist aber, dass die aktuelle Lagen in den Industrienationen unweigerlich auf eine Katastrophe zusteuert und Menschen mit etwas mehr Sensibilität bereits jetzt Auswege daraus suchen. Sollten die Mayas das bereits erahnt und in ihrer Berechnungen eingeplant haben? Oder ist die Menschheitsgeschichte tatsächlich abhängig von Sternenkonstellationen auf denen der Maya-Kalender ja auch basieren soll.</p>
<p style="text-align: justify;">Fakt ist, dass die Menschen immer älter werden. Das unsere Gesellschaftsstruktur diametral entgegengesetzt dazu aufgebaut ist und das die Psyche der Menschen mit den Belastungen dieser Tatsachen nicht &#8220;trainiert&#8221; ist klar zu kommen. Wenn das kein Potential für Konflikte ist, was soll dann Ursache für Konflikte sein? Entweder also wenden wir uns diesen Problemen zu und lösen sie &#8211; vielleicht über Spiritualität &#8211; oder wir werden tatsächlich einen Weltuntergang erleben. Die Waffen und den Knopf zum darauf drücken haben wir ja.</p>
<p style="text-align: justify;">

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		<title>Die Wechsel der Wirtschaftsschwankungen wird zunehmen</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 19:04:07 +0000</pubDate>
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<p style="text-align: justify;">Kleinvieh macht auch viel Mist, ist eine alte Bauernregel. Auch der Spruch &#8220;die Menge der Einzelteile ist grösser als ihre Summe&#8221; deutet darauf hin, was ich hier beschreiben möchte. Früher hat man auch in komplexen Systemen die einzelnen Faktoren statisch, linear und oft unabhängig betrachtet. Das wird auch heute noch in der Wirtschaftsanalyse gemacht. Gerade jetzt bei den Prognosen der Wirtschaftsinstitute für die Aussichten im nächsten Jahr. Einige werfen ja mit Superlativen nur so um sich. Kaum wird aber erklärt, was die Basis der Analysen ist und wie sie berechnet werden. Sind es etwa Modelle aus den sechziger Jahren?</p>
<p style="text-align: justify;">Ein grosses Problem das wir heute haben, ist die fehlende, komplexe Analysemöglichkeit der immer stärker interdependenten Systeme. Was heisst das? In den fünziger Jahren konnte man noch sagen &#8220;die Automobilindustrie schafft neue Arbeitsplätze&#8221; oder &#8220;das Investmentbanking wird um X % im nächsten Jahr zunehmen&#8221;. Das waren Einzelbetrachtungen die z.B. in Wirtschaftsinstituten addiert und daraus Prognosen für die Zukunft erstellt wurden. Sicherlich sind sie um einiges komplexer als ich es hier versuche darzustellen. Ich glaube aber, dass die Interdependenz der heutigen Wirtschaftssysteme eine viel grössere Auswirkung hat und die Effekte die daraus entstehen sich zu anderen Dimensionen addieren bzw. multiplizieren. Zusätzlich führen diese Effekte zu vermehrten Wechselwirkungen die Schwankungen der Wirtschaftsabläufe beschleunigen. Wenn man die Entwicklung der Wirtschaft in Europa und den USA in den letzten fünfzig Jahren betrachtet, so wurden die Schwankungen in zeitlicher Folge immer häufiger und der Ausschlag der Schwankung immer stärker. Sowohl in die positive wie in die negative Richtung.<span id="more-241"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Elektronik und Computertechnik wirkt sich heute auf alle Branchen aus. Ganz egal welche Ware oder Dienstleistung es gibt, alle hängen von diesen beiden Faktoren ab. So natürlich auch der Finanzbereich. Alleine die &#8220;Stop-Orders&#8221; kleinerer Aktienverwaltungsprogramme, besonders in den USA, haben dazu geführt, dass es Aktienschwankungen gibt, die es zu Zeiten, ohne Computer nicht gegeben hat oder hätte geben können. Bei Stop-Orders gibt der Benutzer ein bei welchem Maximal- oder Minimalbetrag des Aktienkurses die Software automatisch die Aktie verkauft oder kaufen soll. Das führt dazu, dass viele Benutzer die von Analysten empfohlenen Werte eingeben. In viele Fällen verkauft oder kauft die Software voll automatisch ohne das der Benutzer noch einmal eingreifen muss. Wenn das viele so machen und der Minimalbetrag wird erreicht, heizt der Verkauf durch so viele Inhaber den Kurs nach unten so an, dass andere auch schnell verkaufen um nichts zu verlieren und den Verfall der Aktie noch verstärken. Auf eine Aussage über die Ursachen und Gründe wird nicht, oder kann nicht mehr gewartet werden. Sonst verliert man zu viel. Genau so funktioniert es umgekehrt. Da reichen oft SPAM-Emails rund um die Erde um einen Kurs um ein paar Cent nach oben zu beeinflussen. Das beeinflusst wieder den kaufauslösenden Moment anderer Software. Wer von der Aktie Tausende oder Millionen hat, kann richtig Reibach machen. Auch Fonds, die sehr grosse Geldmengen verwalten, verfahren so. Die Auswirkungen müssen dadurch automatisch grösser, heftiger und schneller erfolgen. Dieses Prinzip findet nicht nur in der Finanzbranche Anwendung, sondern auch bei der Computer-Entwicklung, der Entwicklung im Internet oder bei der Medizin. Der so genannte &#8220;Fortschritt&#8221; löst dadurch Kettenreaktionen aus, die unberechenbare Auswirkungen in immer grösserer Form haben. Gute Medizin -&gt; längeres Leben -&gt; mehr Menschen zu versorgen -&gt; höhere Kosten für Sozialkassen -&gt; &#8230;!</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz einfach kann man diese Entwicklung verfolgen, wenn man die grossen Krisen in den letzten Jahren vergleicht. In den siebziger Jahren gab es die erste (1973) und zweite (1979) Oel-Krise. Danach folgte die Japankrise 1991 und dann die Asienkrise 1997. Die Entwicklung des Einflusses von Computer und Internet führten zu der DOT-COM Blase, die im Jahre 2001 platzte.  Nur sieben Jahre später haben wir die weltweite Finanzkrise. Während sich die Krisen in den siebziger und achtziger Jahren auf einzelne Regionen beschränkten und in ihrer Dramatik und Höhe nicht so gravierende Einflüsse hatten, wurden von dem Platzen der DOT-COM Blase und der heutigen Finanzkrise die ganze Welt betroffen. Jetzt hat die letzte Krise so eine Grösse erreicht, dass sie massive Auswirkungen auf viele haben wird. Eine Illustration kann das besser zeigen. <a href="http://www.hense.com/wp-content/uploads/2008/12/amplitude-210.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-243" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="amplitude-210" src="http://www.hense.com/wp-content/uploads/2008/12/amplitude-210.jpg" alt="" width="210" height="179" /></a>In früheren Zeiten, als die Abhängigkeiten und der Austausch unter den Wirtschaftssystemen noch gering waren, waren die Schwankungen niedrig und der Wechsel geschah in langen Abständen (erste Kurve). Für den Einzelnen waren die Wechsel nicht so stark zu bemerken, da sie im Vergleich mit der kürzeren Lebenszeit, einen langsamen Verlauf nahmen. Am Anfang des neunzehnten  Jahrhunderts gab es, durch die Industrialisierung, die erste grosse Krise, genau dort wo der Aufschwung am heftigsten war, nach dem ersten Weltkrieg, in den USA (mittlere Kurve). Übrigens war der erste Weltkrieg in einigen Teilen der Erde (USA/England) einer der Hauptgründe für den folgenden unnatürlichen Aufschwung, der automatisch irgendwann in sich zusammen brechen musste.</p>
<p style="text-align: justify;">Danach wurde das System durch den zweiten Weltkrieg unterbrochen. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es einen lang anhalten Aufschwung, in Europa wegen dem Wiederaufbau und in den USA wegen der Aufrüstung gegen den Ostblock. Die dann folgenden kleineren Auf- und Abschwünge wurden kaum wahrgenommen, da sie von dem massiven Aufschwung überlagert wurden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ab den siebziger Jahren nahmen die Krisen in Heftigkeit und bei kürzeren Abständen immer mehr zu und die Auswirkungen erhöhen sich (dritte Kurve). Eigentlich eine ganz logische Entwicklung. Die positive Entwicklung und der Fortschritt in einzelnen Branchen befruchtete sich gegenseitig. Die Austauschbarkeit zwischen Waren und Leistungen nahm zu, Grenzen und Zölle fielen, die Kommunikations- und Transportmöglichkeiten nahmen zu, die Möglichkeiten in immer kürzeren Zeiten und internationaler zu handeln nahm zu. Die gegenseitigen Wechselwirkungen durch den Einsatz moderner Technik führten zu einer Beschleunigung der Wirtschaftskreisläufe. Damit wurden auch die Schwankungen der Krisen beschleunigt und die Auswirkungen erhöht. Wo Licht ist, muss auch Schatten sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Beispiel. Durch die Entwicklung von Super-Computern zur Crash-Simulation von Autos wurde die Entwicklung eines Autos um die Hälfte verkürzt. Unternehmen konnten häufiger und schneller neue Modelle anbieten. Aber auch der Wettbewerb wurde dadurch angeheizt, denn die Konkurrenz konnte sich auch einen Super-Computer kaufen oder anmieten und somit auch in kürzerer Zeit entwickeln. Der Zwang zu immer häufigeren, moderneren und besseren Fahrzeugmodellen war dadurch vorprogrammiert. Die Entwicklung und Herstellung der Einzelteile, aus denen ein Auto besteht, wurde dadurch natürlich auch beschleunigt. Die Wechselwirkung in andere Branchen nahm zu.  Der Sitzhersteller, für Autos, verkauft natürlich auch die neuen starpazierfähigeren Stoffe in den Flugzeugbau und an die Eisenbahn. Da alle Zulieferer dass so machen, kann die Flugzeugindustrie auch schneller und billiger neue Flugzeuge bauen. Genau so im Eisenbahnbau. Die Systeme wachsen immer schneller und nahtloser zusammen und heizen den Wirtschaftskreislauf immer stärker an. Die positiven wie die negativen Interdependenzen nehmen zu. Da aber der Mensch, der Kunde, nur eine bestimmte Geschwindigkeit mit diesem System mithalten kann und will. Wer will sich schon alle sechs Monate ein neues Auto kaufen? Muss dieses System unweigerlich immer wieder an seine Grenze stossen und kollabieren. Schon alleine, weil sich nicht alle Systeme genau so schnell und flexibel entwickeln. Zum Beispiel Tarifverträge (Kündigungsgesetze, Arbeitszeiten), Flexibilität (Umzug), Wissen (Weiterbildung), Infrastruktur (Strassenbau, Bahnkapazität), der Wunsch/Wille zum wechseln, etc.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Analyse- und Steuerungsmöglichkeiten, um diesen Schwankungen entgegen zu treten, sind sowohl technisch wie politisch nicht vorhanden oder auf einem Niveau das der Entwicklung weit hinterher hinkt. Eigentlich hätte es hier ein riesiges Betätigungsfeld für die internationale Politik gegeben. Die führenden Köpfe haben sich aber lieber mit Verteilungskämpfen beschäftigt. Wer bekommt wo Oel? Wer bekommt wo welches Land? Wer hat welche Raketen? Die Auswirkungen, die jetzt die gesamte Menschheit aus dieser oberflächlichen Politik tragen muss, sind weit grösser als wenn die USA unter einem höheren Oel-Preis zu leiden gehabt hätte, weil sie den Irak nicht angegriffen hätte. Die Politik denkt immer noch in Dimensionen der sechziger Jahre und lokal bzw. national, die Wirtschaft ist aber bereits um exponentielle Stufen weiter, handelt global und international. Wie will das die Politik aufholen? Welche Strategien und Konzepte sind dafür vorhanden. Fast keine.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Notwendigkeit internationaler Vereinbarungen wird eine zunehmende Rolle in diesem System spielen, wollen wir nicht unseren Wohlstand aufs Spiel setzen. Und, im Grunde, kann man solchen Entwicklungen nur mit einem &#8220;quasi&#8221; planwirtschaftlichen Modell begegnen. Um heftige Schwankungen abzumildern müssen Systeme mit Regeln verwendet werden, an die sich die wichtigsten Teilnehmer halten.  Das heisst, wir müssen umdenken. Von der grossen Freiheit einiger Weniger, hin zur Stabilisierung der Weltwirtschaft. Wenn wir das nicht tun, werden die nächsten Krisen so heftig werden, dass sie nur durch Kriege lösbar sind. Und daraus resultiert die Frage, wollen wir jetzt Regelungen in Kauf nehmen, die den einen oder anderen etwas einschränken oder wollen wir es auf das Risiko ankommen lassen, alles aufs Spiel zu setzen?</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn wir aber internationale Regeln aufstellen um die Schwankungen im Zaum zu halten, stellt sich die Frage, wer hat davon Vorteile, wer nicht und wer bezahlt dafür. Teilweise gibt es ja schon Regelungen die mit Steuergeldern oder Abgaben finanziert werden. Jedoch zahlen diese Gelder viele, aber die Vorteile durch diese Regelungen haben nur wenige. Manche Politiker behaupten ja, indirekt würden sich dann die Vorteile auch für die anderen lohnen, z.B. durch Arbeitsplatzsicherheit. Das ist aber nur ein schwacher Trost, denn direkt hat es für manche, vor allem Reiche, sehr positive Auswirkungen. Und wenn man erst einmal einen Sockel von mehreren Tausend oder Millionen Euro hat, dann lässt es sich leicht leben. Das kann man z.B. ganz einfach an den Agrarsubventionen oder der indirekten Subventionen für Pharmabranche, Banken und Automobilindustrie in Europa und den USA sehen. Internationale Regelung für die Abschwächung von starken Wirtschaftsschwankungen müssen vor allem für den einzelnen Menschen gestaltet werden, ein Vorteil bildet sich dann für die Grossen immer noch.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">

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		<title>Der Tag des Indianers</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2007 12:17:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Gordian Hense (copyright) Das Wasser glitzerte in der Morgensonne. Der See lag ruhig da, nur der leichte Wind blies ein paar kleine Wellen auf dem Wasser vor sich her. Das Schilf auf der anderen Seite des Ufers rauschte im Wind und die Bäume von dem dahinter liegenden Wald bogen sich sanft. Es war ein [...]]]></description>
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<p><em>von Gordian Hense (copyright)</em></p>
<p>Das Wasser glitzerte in der Morgensonne. Der See lag ruhig da, nur der leichte Wind blies ein paar kleine Wellen auf dem Wasser vor sich her. Das Schilf auf der anderen Seite des Ufers rauschte im Wind und die Bäume von dem dahinter liegenden Wald bogen sich sanft. Es war ein friedlicher Morgen und die letzten Tage ware ebenso verlaufen.<span id="more-31"></span></p>
<p>Er hockte am Ufer und formte beide Hände zu einer Mulde, tauchte sie in das Wasser, hob sie wieder und trank daraus. Das Wasser war frisch und schmeckte etwas nach dem Laub das auf dem Grund am Ufer lag. Dann tauchte er die Hände noch einmal ein und wusch sich mit dem Wasser. Es war erfrischend und weckte ihn immer mehr auf. Er zog sich weiter aus, bis er nackt war und ging langsam in den See hinein. Der Boden verlief flach und nur langsam kam er in tieferes Wasser. Als er nur noch bis zur Hüfte aus dem Wasser schaute, nahm er die Wurzel die er mitgebracht hatte und begann sich damit abzureiben. Er hatte die Schale der Wurzel am Ufer mit dem Messer abgezogen, so das der Saft an die Oberfläche kam. Dieser Saft zusammen mit der fasrigen Oberfläche benutzte er zum waschen. Er wusch damit den Dreck und Schweiß der letzten Tage ab. Seine Frau und Kinder hatten ihn schon nicht mehr riechen können.</p>
<p>Sie hatten gejagt und für die nächsten Wochen genug Fleisch beschafft. Die Frauen hatten zusammen mit den Kindern Früchte, Nüsse, Wurzeln und Knollen gesammelt. Danach hatten alle zusammen die erlegten Tiere – Rehe, Kaninchen und Wildschweine – gehäutet und zerlegt. Das was man nicht haltbar machen konnte wurde gleich am offenen Feuer gebraten und gegessen. Der Rest wurde in Salz eingelegt oder in Blätter eingewickelt, die das Fleisch haltbar machten. Den Trick mit dem Salz hatten Sie von den Weissen gelernt, die zunehmend in ihr Gebiet einsickerten und ihnen alles mögliche versuchten zu verkaufen. Das Salz nahmen sie gerne, da sie es selber nie in solchen Mengen beschaffen konnten, aber an den anderen Dingen, die die Weissen ihnen anboten, waren sie nicht interessiert. Sie waren oft vollkommen überflüssig und nur zum Vergnügen da. Gegen das Salz tauschten sie Felle, auf die die Weissen gierig waren. So hatten sie jetzt auch wieder Felle von den erlegten Tieren gesammelt. Die besseren hatten sie für sich zur Seite gelegt um daraus Schuhe oder Kleidung zu machen. Die anderen waren immer noch gut genug sie den Weissen zu verkaufen. Diese primitiven Weissen konnten ein gutes Fell nicht von einem schlechten unterscheiden. Aber das war ihm egal. Was ihm Angst machte war, dass immer mehr Weisse aus dem Osten zu ihnen kamen. Sie hatten keinen Respekt vor der Natur und erst recht nicht vor anderen Menschen, besonders ihnen den Indianern. Und, es waren einfach viel zu viele.</p>
<p>Es kamen immer mehr seines Stammes an den See um sich zu waschen oder zu baden. Die Frauen mit den Kindern etwas abseits, die Kämpfer und Führer des Stammes in seiner Nähe. Die nackten Körper waren schön anzusehen, in der Morgensonne, nass und von der Sonne braun gebrannt. Sie waren stolz auf ihren Stamm. Sie hatten fast nur schöne Frauen und junge, kräftige Kämpfer. Das Verhältnis zwischen Alt und Jung war genaus so wie es sein sollte. Zwei Drittel Junge sorgten für ein Drittel Alte, die nicht mehr jagen oder kämpfen konnten. Ausserdem hatten sich bei ihnen noch keine Krankheiten eingeschlichen oder bemerkbar gemacht, wie das bei anderen Stämmen schon manchmal vorkam.</p>
<p>Sein Name war Ina‘li, was soviel wie „Schwarzer Fuchs“ im alten Cherokee – Dialekt bedeutete. Sie befanden sich an einem See der heute im <span class="caps">US </span>Staat North Carolina liegt. Das Gebiet heisst heute „Black Bear Cove“ bei der kleinen Stadt Marion, zwischen Asheville und Hickory.</p>
<p>Der See war ein kleiner See der heute zu dem aufgestauten „Lake James“ gehört. Damals war er natürlich nicht aufgestaut und nahm nur einen kleinen Teil des heutigen Sees ein. Es war ein flacher See der in einer Senke durch Regenwasser und Wasser aus dem angrenzenden Gebirgen den Appalachen über Bäche zusammen kam. Das Ufer war mit Schilf bewachsen und es ging von den angrenzenden Wiesen flach in das Wasser über. Weiter untern floss das Wasser des Sees in einen kleinen Bach.</p>
<p>Sie hatten ihre Tipis und das Dorf oberhalb des Sees, in Richtung der Appalachen aufgebaut. Die meisten Zelte direkt an den dahinter liegenden Wald und die Öffnung des Dorfes in Richtung des Sees und der davor liegenden Wiese. Das hatte mehrere Vorteile. Durch den dichten Wald im Rücken waren sie durch unerwartete Besuche gut geschützt. Er war so dicht, dass es schwer war von dort unbemerkt an das Dorf heran zu kommen. Auch grössere Tiere wagten es nicht von dort in das Dorf einzudringen. Zusätzlich benötigte jeder im Dorf auch mal eine Gelegenheit sich der Dinge zu entledigen, bei der man nicht gerne beobachtet wird. Das geschah weiter hinten im Wald. Der dichte Wald bot dafür viele Möglichkeiten und man konnte es so anstellen, dass es nicht bis in das Dorf roch. Die näheren Bäume wurde zum Aufhängen diverse Gegenstände benutzt, die man nicht im Zelt aufhängen konnte oder wollte. Die Mitte des Dorfes öffnete sich zu der Wiese an dem See. Es war ideal gelegen. Hinter ihnen der Wald, vor ihnen der See und offene Zugänge waren nur an den Ufern des Sees oben und unten. Diese konnte man leicht aus dem Augenwinkel kontrollieren.</p>
<p>Links neben ihm sah er seine Frau – Iskagua, was so viel heisst wie „klarer Himmel“. Sie hatten ihr den Namen gegeben, weil sie blaue Augen hatte, was unter den Indianern sehr ungewöhnlich war. Ihre Mutter meinte, es sieht so aus als würde sich der klare Himmel darin spiegeln. Deshalb gaben sie ihr den Namen. Er gefiel ihm und auch die Frau die den Namen trug. Sie war bildhübsch mit ihren langen braunen Haaren, den blauen Augen und der noch guten Figur. Sie hatte ihm immerhin schon fünf Kinder geschenkt und trotzdem konnte sie es immer noch von den Formen mit den anderen jungen Mädchen im Dorf aufnehmen. Leider waren von den fünf Kindern in den vergangenen Jahren drei gestorben, nicht ungewöhnlich bei dem rauen Leben das sie führten. Jetzt in der Morgensonne wusch sie sich etwas abseits aber in seiner Nähe, nackt im Wasser des Sees. Es war gut anzusehen und er freute sich auf den Abend wenn er wieder mit ihr im Tipi sein konnte. Er warf ihr einen liebevollen Blick zu und sie freute sich darüber, das konnte man sehen.</p>
<p>Ihre beiden Kinder waren Witokape (die Erstgeborene) und Caske (der Erstgeborene). Sie waren jetzt schon sechs und vier Jahre alt. Später, wenn sie älter wären, würden sie vielleicht andere Namen bekommen, abhängig von ihrer Art oder einem Ereignis das auf sie zutraf. Aber jetzt wurden sie so genannt. Sie wuschen sich dicht bei ihrer Mutter im niedrigeren Wasser. Witokape würde einmal genau so hübsch wie ihre Mutter werden, sie hatte auch blaue Augen und die gute, kräftige aber schöne Figur. Caske kam mehr nach ihm und war das zweite Kind. Er war Gott sei Dank ein kräftiger Kerl und hatte ihm die Ehre gemacht am Leben zu bleiben. Er ist, bis jetzt, sein einziger männlicher Nachkomme, was in ihrem Stamm wichtig ist. Die anderen drei Kinder, ein Mädchen und zwei Jungen, die seine Frau von ihm bekam, waren alle entweder in dem folgenden Winter wegen Kälte oder Hunger oder durch einen Unfall gestorben. Es war bei ihnen nicht ungewöhnlich, das viele Kinder starben. Sein bester Freund „ Adahy“ (Lebt im Wald) hatte mit seiner Frau „Adsila“ (Blüte) noch kein Kind über den ersten Winter gebracht. Sie hatten schon sechs Kinder verloren. Er fühlte Trauer mit ihnen, aber es war der Weg der Natur. Der kräftigere, stärkere oder geschicktere überlebte und die anderen starben. Selbst wenn sie gewollt hätten, hätten sie solchen Kindern nicht helfen können. Sie hatten es auch alle akzeptiert. Die Natur war so und es hatte auch seine guten Seiten. Hätten sie mehr schwächere in ihrem Stamm, müssten die anderen zunehmend darunter leiden und der ganze Stamm käme dadurch vielleicht in Schwierigkeiten. So wie es bei den befreundeten Cheyenne auf der anderen Seite der Appalachen war. Die konnten nicht mal mehr zwischen ihren Jagdgründen hin und her ziehen, weil sie so viele Alte und Schwache haben. Dadurch hatten sie weniger Fleisch und selbst die stärksten Jäger waren nach einer kurzen Zeit so entkräftet, dass sie sich ein ganzes Jahr an einem Ort erholen mussten. Ina‘li glaubte, sie alle werden den nächsten Winter nicht überleben.</p>
<p>Er hatte, bevor er zum See ging, das Feuer vor dem Zelt neu entfacht und dicke Holzscheite darauf gelegt. Wenn er zurück kam, würde das Feuer schön brennen und die Glut wäre genau richtig um die Knollen und das Kanninchenfleisch kurz anzubraten um sie als Frühstück zu essen. Er rief seiner Frau zu „Iskagua, bringst Du auf dem Rückweg zum Zelt das Fell des Hirschen mit, dass ich erlegt habe?“ Und sie nickte. Er wollte es nach dem Frühstück bearbeiten und Schuhe für Ihn und seine Familie für den Winter daraus machen. Die Bearbeitung des Fells war Arbeit der Frauen, aber daraus später Schuhe zu machen, war genauso seine Arbeit wie die seiner Frau. Sie mochte es nicht und deshalb machte er es. Es sollten gute, warme Schuhe werden. Das war wichtig. Im letzten Winter hatten alle ihre Schuhe nicht richtig gehalten und beinahe wären sie deswegen krank geworden. Diesen Winter sollte das anders sein.</p>
<p>Und dann kamen sie. Vom Weiten hörte man die Hufe der vielen Pferde. Hufe mit Metallbeschlag. Keine Indianerpferde. Es kamen die Weissen. Mit Gewehren. Mit Pistolen. Mit bösen Gedanken. Der Himmel wurde rot und er wusste nicht warum sie so bestraft werden sollten …</p>

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