Währungskrieg zwischen Dollar und Euro

Der Spekulant und US-Bürger George Soros, Jahrgang 1930 in Ungarn geboren lernte noch die Deutschen zu hassen. In diesen Tagen schlägt er vor die Deutschen aus dem Euro zu entfernen. Die Motive sind klar – er hat auf den Zerfall des Euro spekuliert und will mit seinen markigen Worten erreichen, das er Reibach machen kann. Gleichzeitig will er die wachsende Macht Deutschlands bekämpfen und den Euro zerstören, damit er in seinem Dollar-Raum weiter weltweit mehr Macht besitzt. Interessanterweise bieten europäische Medien ihm immer wieder eine Plattform für diese Frechheiten. Würde Deutschland aus der EU-Währungsunion austreten wäre das der Tod des Euro und ein Sieg des Dollar. Das ist das psychologische Spiel des Herr Soros und Seinesgleichen.

Es gibt keine Euro-Krise – es gibt nur einen Währungskrieg zwischen dem Dollar und dem Euro und eine Schuldenkrise. Es ist klar, dass der Platzhirsch, die mächtigste Währung auf der Erde „Dollar“ – und damit die USA – sich nicht so leicht von einer anderen Währung Anteile auf den Weltmärkten abnehmen lassen möchte. So lange wie der Euro geplant war und nach seiner Einführung bekämpft die USA den Euro. Das muss man gar nicht böse sehen, es ist einfach ein neuer Währungs-Konkurrent. Dieser Tatsache muss man sich bewusst sein, wenn man über die angebliche Euro-Krise spricht.

Betrachtet man dieses Thema aus diesem Blickwinkel, so wird einem auch klar nach wessen Wünschen die Medien handeln. Medienunternehmen sind meist gewinnorientierte Unternehmen und handeln und berichten nach den Wünschen ihrer Auftrag – und Geldgeber. Der Euro muss sozusagen in allen Richtungen gegen Angriffe kämpfen, da fast alles was ihm zu Schaffen macht vom Dollar-Raum beherrscht wird. Die Strippenzieher in den USA haben sich das gut zurecht gelegt. Medien, Politik, Börsen vieles liegt in ihrer Hand. Sie können sich sicher sein, da wird auf allen Ebenen und mit allen Mitteln und aus allen Rohren geschossen was das Zeug hält. Es geht einfach um zu viel. Selbst England – obwohl in der EU – kämpft für den Dollar und seinem insgeheim stärkeren Verbündeten, die USA. Ich bewundere deshalb alle europäischen Politiker immer wieder, wenn sie den Kampf – fast wie Don Quichot gegen Windmühlen – für den Euro fortsetzen. Aber es lohnt sich standzuhalten. Das Ziel ist die zweitstärkste Weltwährung zu schaffen, mit allen damit verbundenen Vorteilen. Klar, dass das gerne einige bekämpfen.

Die sogenannte Euro-Krise ist – wenn überhaupt – eine Schuldenkrise und sie existiert in den USA genauso wie in den europäischen Ländern. Die Schulden der USA sind sogar um Faktoren höher als die der europäischen Länder. Nur besitzt der Dollar noch eine grössere Macht auf der Welt als der Euro. China ist einer der grössten Gläubiger der USA – diese Schulden werden natürlich in Dollar berechnet. Sollte der Dollar weniger wert werden, weil es eine andere machtvolle Weltwährung gibt, so würden auch die Chinesen viele Werte verlieren. Die Chinesen haben aber schon begonnen, Dollar-Anleihen in Euro-Anleihen umzuwandeln. Langfristig vertraut China Europa mehr als den USA, gleiches gilt für Russland und die Länder in Süd-Amerika sowie Afrika. In Zukunft wird die USA für ihr jahrzehntelanges Cowboyspiel bitter bezahlen. Und genau das wissen Leute wie Soros und versuchen deshalb mit hanebüchenen Vorschlägen das Ruder herum zu reissen.

Die Schuldenkrise wurde in den USA verursacht – die EU konnte nicht anders und musste mitziehen. Durch die Eliminierung der Risikoregeln für die Finanzwirtschaft in der Regan – Ära haben die USA sozusagen Tür und Tor für massiven Schuldenaufbau geöffnet. Dieses übte auf den Wirtschafts- und Finanzmärkten einen Druck aus, dem auch Länder in der EU nicht standhalten konnten. Heute tut die USA so, als ob der Euro schwach wäre, weil keine Wirtschaftsleistung dahinter steht und wirft der EU Fehlverhalten vor. Es ist aber genau anders herum, der Dollar ist schwach weil er am meisten verschuldet ist und die Wirtschaftsleistung das in den USA nicht auffangen kann. Das wird in den Medien, die zum grössten Teil auch hier US-Bürgern gehören, genau umgedreht. Überhaupt haben die US-Bürger Jahrzehnte lang über ihren Verhältnissen gelebt. Einfach aufgrund der Tatsache, da sie die Finanzmärkte steuern konnten. Der Dollar und die Deckung durch die USA ist nicht mehr das wert was auf den Noten steht. Es wird nur eine Illusion durch Macht und Militär erhalten die bald in sich zusammen fällt. Dann ist die Stunde des Euro gekommen und er wird eine der Leitwährungen in der Welt werden. Denn er ist durch eine grosse Wirtschaftsleistung in der EU gedeckt, die heute schon weit mehr wert ist als die der USA.

Angebliche Krisen in Griechenland, Portugal, Spanien etc. haben nichts mit dem Euro zu tun, es sind Spätfolgen einer zu grossen Verschuldung, welche durch die USA auf internationaler Ebene ausgelöst wurden. Nichtsdestotrotz müssen sie zurück geführt werden. Das hat aber nichts mit dem Euro zu tun. Diese Verschuldung belastet den Euro zwar, aber das Potential des Euro bleibt bestehen und das ist für Investoren wichtig.

Internationale Investoren überlegen sich genau bei welchen Firmen sie in welcher Währung einsteigen. Glaubt ein Investor daran, dass der Euro sich nicht mehr halten kann, so wird er auch eher im Dollar-Raum investieren als im Euro-Raum. So hoft Soros. Es geht um Psychologie und Glauben und die Presse, selbst in Europa kannibalisiert den Euro. Die dummen Bürger sind leicht einzufangen. Sollten sie doch eigentlich auf der Seite des Euros stehen. So haben wir in den Medien ein düsteres Bild für den Euro, die Tatsachen aber sprechen alle für den Euro. Und der Euro wird eine Erfolgsgeschichte werden, so dass den US-Bürgern wie Soros noch die Ohren glühen werden.

Die EU bzw. die Mitgliedsstaaten die den Euro besitzen, sollten aber schnellst möglich auf die Absicherung der Währung achten. Dazu sind Regelungen notwendig die über die bisherige Kontrolle hinausgehen. Es kann nicht sein, dass Länder der Währungsunion Haushalte beschliessen, die den Wert des Euro belasten oder sogar in Gefahr bringen. Dafür ist Griechenland ein gutes Beispiel. Weiterhin kann es nicht sein, dass Halb- / oder Teilmitglieder der EU oder Währungsunion volles Stimmrecht haben zu Beschlüssen, Gesetzen und Regeln in der EU oder der Währungsunion. Es müssen auch Regeln dafür gefunden werden, wie wertig ein Mitgliedsstimme ist oder nicht. Ein kleines Land mit wenigen Einwohnern kann nicht das gleiche Stimmengewicht in der EU haben wie ein grosses Land mit viel Einwohnern. Da liegt noch viel Arbeit und Widerstand auf dem Weg in eine gut funktionierende Union. Aber die lohnt sich für alle wirklich. Der Euro hat ja schon jetzt vielen Ländern Wohlstand und Stabilität gebracht, die sie nicht gehabt hätten, wenn sie den Euro nicht hätten. Auch Geberländer sollten sich besinnen, was passieren würde wenn sie nicht mehr im Euro währen. Einzelländer in Europa, ohne Euro, haben/hätten politisch und wirtschaftlich sehr schlechte Karten auf dem internationalen Parkett. Das sieht man gerade an Ländern wie der Schweiz. Der Schweiz geht es zwar gut, aber gerade deshalb weil um sie herum Länder mit einem starken Euro sind.

Ergänzung

Kaum hatte ich diesen Artikel geschrieben, wurden die Pläne von Finanzminister Schäuble bekannt. Es ist genau der richtige Weg, den er einschlagen möchte. Durch eine Vor-Kontrolle sollen die Haushalten der Euro-Mitgliedsstaaten geprüft werden und zu Gesetzen und Beschlüssen sollen nur noch die, die auch Mitglied sind, zustimmen müssen. Das ist der Kern der Pläne und sie sind richtig und stärken den Euro und die EU. Es wird Zeit mit der Europäischen Union Ernst zu machen, in Politik, Wirtschaft und den Finanzen. Alle die dagegen sind, sind rückwärts gerichtet, altmodisch, behindern den Fortschritt und die prosperierende Entwicklung der europäischen Länder. Die nicht mitmachen wollen, sollen raus. Wer, ausser einem deutschen Finanzminister und später in der Woche der deutschen Kanzlerin sollten diese Pläne unterbreiten um ihnen das nötige Gewicht zu geben? Würde das ein Minister aus Portugal vorschlagen – würde es von der Welt nicht ernst genommen. So aber macht Deutschland, eines der wichtigsten Länder der EU und Währungsunion, einen grossen Vorschlag und die anderen müssen, ob sie wollen oder nicht, mitziehen. Denn alles was sich dagegen wendet ist kontraproduktiv und kann als Sabotage an der EU, dem Euro und dem Wohl der europäischen Länder gesehen werden. Die Pläne signalisieren viele Dinge, die sich in Zukunft ändern werden müssen. So kann es nicht mehr sein, dass Halbmitglieder, z.B. England, über ihr Veto alles blockieren und indirekt damit Sabotage an der EU und dem Euro betreiben. Weiterhin ist es klar, dass das Ziel der EU eine politische und wirtschaftliche Gemeinschaft sein muss die bestimmte Haushaltsregeln einhält. Mit einem losen Verbund lässt sich keine gemeinsame Währung halten. Es geht also bei einigen Mitgliedern in Zukunft um das Eingemachte, machen sie zu hundert Prozent mit oder sind sie raus. Dieser Schritt war schon lange überfällig. Der Euro und die EU wurden heute massiv gestärkt.

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