Wo ist der Müssiggang geblieben?

Wir sind nur was wir arbeiten – heute? Luther hat mit der Reformation zwar unser aller Individualität gebracht, aber auch die Vorgabe, dass man nur mit Arbeit im Leben glücklich wird. Er war ungewollt der Wegbereiter des modernen Kapitalismus. Ich arbeite, also bin ich? Es können nur wenige reich werden, wenn viele für sie arbeiten. Patrick Spät fragt sich was aus dem Müssiggang geworden ist und warum wir Sklaven des Kapitalismus wurden.

Dollar gegen Euro, wo ist China, wo ist Russland?

China und Russland müssten das grösste Interesse daran haben die Vormachtstellung des Dollar als Leitwährung auf der Welt zu brechen. Wo ist also China im aktuellen Kampf Dollar gegen Euro und EU? Wo ist Russland?

Die Medien in Europa gehören Ausländern, die gegen den Euro wetten

Die Medien in Europa gehören zum grössten Teil Inhabern aus den USA oder Menschen in der Allianz von Australien über USA bis England und deren zu gewendeten Ländern. „Dollar gegen Euro, wo ist China, wo ist Russland?“ weiterlesen

Der grosse Coup der EU

001In Europa schlagen die Wellen der EU und Euro-Gegner hoch. In den letzten Monaten las man in den Zeitungen, Zeitschriften oder sah man im Fernsehen nur noch Diskussionen über Rettungsschirme, Schuldenberge und Bankendesaster. In Talkshows wurden die Schuldenberge und wer sie bezahlen soll durchgekaut wie noch kein anderes Thema. Die Betrachtungsweise lag dabei fast ausschliesslich auf der negativen Seite. Der Unmut gegen die EU und den Euro wurde geschürt wie noch nie. Immer wieder wurde der Ausstieg aus der EU und dem Euro gewünscht, immer wieder wurde so getan, als ob die Bürger für all das teuer zahlen müssten. Und wie unfähig die Politik und Politiker sein würden. Die Opposition machte natürlich die jeweilige Regierung verantwortlich. Man hat das Gefühl die EU und Euro-Gegner sollten Recht behalten. „Der grosse Coup der EU“ weiterlesen

Orangensaft Illusion – Selbstgepresst vs. Gekauft

OrangensaftIm Denner kostet derzeit (8.3.2013) ein Liter Orangensaft 2,20 CHF aus dem Kühlregal. Er enthält laut Angaben 100 % direkt gepressten Orangensaft aus Brasilien und den USA. Man kann die echten Fruchtanteile sehen. Ein Glas mit 2 dl kostet also 0.44 CHF. Ich fahre ein mal in der Woche zum Denner und hole mir neben anderen Artikel auch eine solche Flasche.

Nun behauptet jemand, a. das man das Gleiche mit frisch gepresstem Orangensaft haben könnte und es b. billiger und c. gesünder wäre.

Machen wir den Vergleich

Aus einer Orange (mittelgross) kann man vielleicht 1 dl oder 1,5 dl Saft pressen. Um also einen Liter Saft zu pressen, brauchen wir 7 Orangen. 7 Orangen wiegen ca. 1,5 Kg. 1 Kg kostet bei Coop zur Zeit 2.10 CHF. Das bedeutet das wir dafür 3.15 CHF bezahlen müssen. Ein Glas mit 2 dl kostet also netto 0.63 CHF. Das sind schon 43 % mehr als für ein Glas aus der Flasche. Für das Pressen, Entsorgen der Schale und Reinigen der Presse braucht man Zeit. Diese kostet auch etwas, zumindest im Vergleich zum Einkauf der Flasche. Die Zeit für das Einkaufen selber, haben wir ja bei der Flasche auch. „Orangensaft Illusion – Selbstgepresst vs. Gekauft“ weiterlesen

Wie die Amerikansierung Europa zerstört

Unter dem Begriff „Amerikanisierung“ versteht man den Kultur – und Verhaltenstransfer aus den USA in andere Länder. Laut Wikipedia:

Eines ist dabei entscheidend: Der als Amerikanisierung bezeichnete Kulturtransfer verläuft nur in einer Richtung, nämlich von den USA in andere Teile der Welt.

Einfacher gesagt, es werden Gebräuche, Sitten, Methoden, Produkte und Ansichten aus den USA in anderen Ländern übernommen. Diese Übernahme geschieht nicht immer bewusst und schon gar nicht freiwillig. Viele Menschen merken diesen Transfer nicht einmal, da er oft sehr langsam und subtil vonstatten geht. In vielen Bereichen ist es auch kein Ärgernis, wenn dieser Transfer stattfindet. Die Welt wird kleiner. Wir reisen viel und treffen viele unterschiedliche Menschen aus verschiedensten Kulturen. Da gehört ein gewisser Transfer der Kulturen dazu, er ist nicht abzuwenden und kann uns alle auch bereichern. „Wie die Amerikansierung Europa zerstört“ weiterlesen

Kapitalismus in der Reichtumsfalle – Nein, Volkswirtschaft in der Kaufkraftfalle

Die ZEIT veröffentlichte vor einer Weile einen Artikel mit dem Titel „Kapitalismus in der Reichtumsfalle“ von . In diesem Artikel wurde unsere heutige Marktwirtschaft – in der westlichen Welt – beschrieben und der falsche Schluss gezogen, dass diese nur durch Wachstum funktioniere. Uns würde es heute so schlecht gehen, weil a. zu viele Schulden gemacht würden und b. weil man ja einfach nicht noch mehr konsumieren könne – wenn man schon alles habe. Im übrigen wurde dort der Begriff „konsumieren“ mit „kaufen“ gleichgesetzt – was nicht korrekt ist. Konsumieren ist mitnichten einfach nur kaufen, denn es ist auch verbrauchen. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Weiterhin wurde der Artikel geschlossen, mit der Überlegung doch neue Wirtschafts-Systeme zu suchen – in denen man nicht auf Wachstum angewiesen sei. Denn Wachstum – der mit immer mehr Umsatz von Unternehmen definiert wurde – wäre ja wohl nicht das richtige Ziel. Es wurde auch postuliert, dass es eines der wichtigsten Ziele in unserer Marktwirtschaft sei immer mehr Wachstum zu haben.

Nun meine Überlegungen und Kritik dazu. „Kapitalismus in der Reichtumsfalle – Nein, Volkswirtschaft in der Kaufkraftfalle“ weiterlesen

Währungskrieg zwischen Dollar und Euro

Der Spekulant und US-Bürger George Soros, Jahrgang 1930 in Ungarn geboren lernte noch die Deutschen zu hassen. In diesen Tagen schlägt er vor die Deutschen aus dem Euro zu entfernen. Die Motive sind klar – er hat auf den Zerfall des Euro spekuliert und will mit seinen markigen Worten erreichen, das er Reibach machen kann. Gleichzeitig will er die wachsende Macht Deutschlands bekämpfen und den Euro zerstören, damit er in seinem Dollar-Raum weiter weltweit mehr Macht besitzt. Interessanterweise bieten europäische Medien ihm immer wieder eine Plattform für diese Frechheiten. Würde Deutschland aus der EU-Währungsunion austreten wäre das der Tod des Euro und ein Sieg des Dollar. Das ist das psychologische Spiel des Herr Soros und Seinesgleichen. „Währungskrieg zwischen Dollar und Euro“ weiterlesen

Beschreibung des Films „Inside Job“ von Charles H. Ferguson

Die Zeiten sind betrüblich. Die westlichen Industrienationen stehen vor einem Scherbenhaufen. Die Medien und Politiker schauen bewusst oder unbewusst weg. Die Leidtragenden sind, wie immer, die anständigen Leute die ihr ganzes Leben in normalen Berufen gearbeitet haben. Leider wird in der Öffentlichkeit wenig dafür getan die Dinge aufzuklären und wirkliche Lösungen und Regeln zu finden, die einmal das Dilemma in dem wir uns befinden auflöst und gleichzeitig für die Zukunft Regeln schafft, damit solche Dinge nicht mehr passieren können.

Gute Arbeit von Charles Ferguson

Charles H. Ferguson hat mit seinem Film „Inside Job“ ein bisschen dazu beigetragen, dass für die breite Gesellschaft Licht in das Dunkel kommt. Leider wird der Film nicht oft genug im Fernsehen zu passenden Zeiten gesendet. Wer ihn sonst sehen will muss ihn kaufen oder illegal im Internet runter laden. Ausserdem gibt es nur eine englische Version, eine mit deutschen Untertiteln kursiert im Web. Der Film ist 108 Minuten lang und in fünf Kapitel unterteilt. „Beschreibung des Films „Inside Job“ von Charles H. Ferguson“ weiterlesen

Wie wir die Welt verändern

benjamin franklinWir befinden uns in einer Zeit mit enormem Wandel. Nach dem zweiten Weltkrieg befand sich die Welt in einer Art „Gleichgewicht“. Osten und Westen war durch politische Systeme gewaltsam getrennt. Der Rest der Welt spielte, ausser zur Ausbeutung, kaum eine Rolle. Auch dort traf Ost auf West. Durch die berühmten „grünen Wiesen“, nach dem Krieg, auf denen man beliebig bauen konnte, war dem Wachstum im Westen kaum eine Grenze gesetzt, so das alle Arbeit und Brot hatten, mit ein paar kleinen Ausnahmen versteht sich. Mit dem Fall des eisernen Vorhangs und der „quasi“ beginnenden Freiheit im Osten, aber auch mit der Entwicklung in dem Rest der Welt hat sich vieles grundlegend geändert.

Wo es früher zwei machtpolitische Zentren gab, die für Regeln auf der Welt zuständig waren, gibt es heute viele. Die Wirtschaft der „etablierten“ Welt, mit um die 1 Milliarde Menschen, bekam und bekommt Konkurrenz vom Rest der Menschheit, von ca. 5 Milliarden Menschen. Gleichzeitig steht es um das demographische Gleichgewicht im Westen so schlecht wie noch nie. Immer mehr Alte sollen von immer weniger Jungen versorgt werden. Und zusätzlich, als wäre das nicht alles noch nicht genug, verroht der Westen in Moral und Können. Jüngste Beispiele aus Finanzen, Politik, Militär und Kirche belegen das uneingeschränkt.

Eine weitere Logik beginnt zu greifen, die wir unterbewusst schon immer kannten – Rationalisierung bedeutet weniger Arbeit. Wenn es also weniger Arbeit gibt und die wenigen Arbeitenden auch noch für viel mehr andere Menschen arbeiten bzw. verdienen sollen, dann kann das irgendwann nicht mehr funktionieren. Viele sagen, ja mit Wachstum fangen wir das auf. Das ist ein Trugschluss. So viel Wachstum kann es gar nicht geben um dieses Ungleichgewicht aufzufangen. „Wie wir die Welt verändern“ weiterlesen

Spirituelle Konsequenz ist das Ergebnis unseres Handelns

In den letzten Jahren habe ich mich stark mit mir und meinem Leben auseinander gesetzt. Dem Sinn des Lebens allgemein aber auch speziell meinem natürlich. Dabei sind mir einige Dinge klar geworden, die ich hier gerne einmal aufschreiben möchte. Vielleicht helfen sie dem einen oder anderen anders über sein Leben nach zu denken.

Als Grundvoraussetzung muss ich einen Gedanken als Basis voraus erklären. Die Menschheit ist einige Millionen Jahre alt. Es kommen immer wieder neue Nachrichten, in denen das Alter der Menschen aufgrund von Funden neu berechnet werden muss. Einige sind der Meinung es sind 2 Millionen, es gibt aber auch Forscher die sprechen von vier oder sogar sechs Millionen Jahren. Das sind lange Zeiträume. Den modernen Homo sapiens soll es seit ca. zweihunderttausend Jahren geben. Vor den Ansiedlungen, der planmässigen Landwirtschaft und später der Industrialisierung rund um 1900 herum, waren die Menschen Sammler und Jäger. Sie zogen meist in Sippen oder Gruppen in der Landschaft herum auf der Suche nach Nahrung. In diesen Zeiten wurden die Menschen vielleicht 25 oder 30 Jahre alt, wenn überhaupt. Das lag an vielen Dingen wie der Ernährung, Verletzungen, Hygiene und fehlender Medizin. Bis in den Anfang des 1900 Jahrhunderts galten Menschen über 40 oder 45 Jahre als „Greise“ und „Weise“. Erst seit ca. 60-70 Jahren entwickelt sich, vor allem in den Industrienationen, das Lebensalter der Menschen enorm nach oben. Heute wird in den Statistiken von einem durchschnittlichen Lebensalter in diesen Ländern von über 80 Jahren gesprochen. Das ist doppelt so alt, wie die Menschen Millionen von Jahren vorher wurden. „Spirituelle Konsequenz ist das Ergebnis unseres Handelns“ weiterlesen